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Manila – Russland erhöht den Druck auf die USA! Bei seinem ersten persönlichen Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio (55) seit rund einem Jahr hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow (76) die Trump-Regierung eindringlich vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Diese seien für Moskau „inakzeptabel“, erklärte das russische Außenministerium nach dem Gespräch am Rande eines Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Das Gespräch dauerte rund 35 Minuten. Washington und Moskau wollen den direkten Kontakt fortsetzen – obwohl die Fronten im Ukraine-Krieg weiter verhärtet sind. Während sich die USA nach dem Gespräch äußerst zurückhaltend gaben und lediglich mitteilten, beide Minister hätten über die Beziehungen zwischen den USA und Russland sowie über die Notwendigkeit gesprochen, den Ukraine-Krieg zu beenden, nutzte Moskau das Treffen sofort für eine politische Botschaft.

Lawrows Botschaft an den Westen

Lawrow wiederholte nicht nur Russlands Ablehnung weiterer westlicher Waffenlieferungen. Er griff auch die europäischen Staaten scharf an und warf ihnen vor, mit einer „destabilisierenden Politik“ auf eine „strategische Niederlage“ Russlands hinzuarbeiten. Gleichzeitig erklärte Lügen-Lawrow erneut seine vermeintliche Bereitschaft zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges – allerdings nur auf Grundlage der Bedingungen, die der Kreml seit Langem vertritt. Nach russischer Darstellung gehört dazu unter anderem ein Rückzug der Ukraine aus bislang nicht von Moskau kontrollierten Teilen des Donbass. Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat solche Forderungen wiederholt kategorisch zurückgewiesen.

Warum das Treffen wichtig ist

Das Treffen kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Die amerikanischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind zuletzt ins Stocken geraten. Grund dafür war vor allem der Krieg mit dem Iran, der die diplomatischen Bemühungen in den Hintergrund gedrängt hatte.

Dass Washington und Moskau nun wieder auf Außenminister-Ebene über den Ukraine-Krieg sprechen, zeigt: Der Konflikt rückt wieder stärker auf die diplomatische Agenda der beiden Atommächte. Einen Durchbruch gab es in Manila zwar nicht. Dennoch ist das Treffen ein Signal, dass beide Seiten den Gesprächsfaden trotz aller Differenzen nicht abreißen lassen wollen. Darauf deutet auch die Vereinbarung hin, die direkten Kontakte fortzusetzen.