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Washington/London – Gerüchten zufolge will Briten-Premier Keir Starmer (63) am Montag zurücktreten. Einer tut so, als sei das schon sicher – und tritt schon mal stillos nach: US-Präsident Donald Trump (80)! „Keir Starmer wird als Premierminister des Vereinigten Königreichs zurücktreten. Er ist bei zwei sehr wichtigen Themen kläglich gescheitert: Einwanderung und Energie (Ölförderung in der Nordsee freigeben!). Ich wünsche ihm alles Gute! Präsident DJT“, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium „Truth Social“.

Nicht das erste Mal, dass Trump Starmer öffentlich zu demütigen versucht. Schon seit Monaten schoss sich der US-Präsident immer wieder auf den Briten-Premier ein, zuletzt wegen eines Zoffs um die Insel Diego Garcia im Indischen Ozean.

Trump drosch immer wieder auf Starmer ein

Die Briten wollen die Insel abtreten, dort parken aber auch die US-Tarnkapperbomber des Typs B-2, die im Iran-Krieg eingesetzt wurden. Trump war sauer, dass der Premier ihm zunächst die Nutzung britischer Militärbasen für die ersten Angriffe auf den Iran untersagt hatte. Immer wieder warf er Starmer „Schwäche“ vor. Die Briten würden „nicht von einem Churchill regiert“ war noch eine seiner harmloseren Beleidigungen.

Beim Thema „Nordsee-Öl“ geht’s darum: Starmers Regierung vergibt seit ihrem Amtsantritt 2024 keine neuen Bohrlizenzen für Öl und Gas in der Nordsee mehr. Stattdessen setzt London auf Wind-, Solar- und Atomkraft. Trump wetterte, die Briten würden ihre „Schatztruhe“ nicht öffnen und forderte: „Schafft die Windräder ab!“

Britische Medien hatten berichtet, Starmer werde binnen weniger Tage zurücktreten. Die britische Sonntagszeitung „The Observer“ titelte, Starmer werde voraussichtlich am Montag seinen Rücktritt erklären und dabei „einen Zeitplan für seinen Abschied“ vorstellen. Der „Sunday Telegraph“ berichtete unter Berufung auf Verbündete des angeschlagenen Premiers, er sei „bereit“ zu gehen. Sky News zufolge hat unter anderem die britische Außenministerin Yvette Cooper Starmer zum Rücktritt aufgefordert.

Starmer, der im Juli 2024 ins Amt gewählt worden war, hat unter anderem mit den Folgen einer heftigen, historischen Klatsche seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai zu kämpfen. Seine Beliebtheitswerte sind im Keller und es gibt Forderungen aus den eigenen Reihen nach seinem Rücktritt. Sein parteiinterner Konkurrent Andy Burnham, der bei einer Nachwahl in Nordengland kürzlich ein Parlamentsmandat eroberte, fordert Starmer offen heraus und will ihn als Partei- und Regierungschef ablösen.