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Hi, ich bin Dasha Burns, Leiterin des POLITICO-Büros im Weißen Haus. Und ich berichte seit fast zehn Jahren über Trump. Inzwischen auch für BILD. In dieser Woche haben wir gesehen, wie sich Präsident Trump mit zwei großen globalen Krisenherden befasst hat. Er traf Israels Premierminister Bibi Netanjahu und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48). Beide Begegnungen verliefen nach Angaben des Weißen Hauses positiv und produktiv.

Trumps Sprecherin Caroline Leavitt (28) sagte mir, dass insbesondere das Treffen mit Netanjahu eines der besseren gewesen sei. Sie habe in der Vergangenheit mehr Spannungen zwischen den beiden Männern erlebt. ABER: Netanjahu habe Trump mitgeteilt, dass er einem Deal mit dem Iran nach wie vor skeptisch gegenüberstehe. Sollte es jedoch zu einer Einigung kommen, werde er sich den USA nicht in den Weg stellen.

Im Weißen Haus herrscht große Frustration über die Lage, in der sich die USA im Konflikt mit dem Iran aktuell befinden. Es gibt immer mehr Bestrebungen, die Lage zu eskalieren. Trump will das eigentlich verhindern, er will einen Deal erreichen. Aber solange der Iran weiter so handelt wie im Moment, spricht nichts für eine ernsthafte Lösungsbereitschaft.

Donald Trump gerät unter Druck

Aus dem Umfeld des Präsidenten mehren sich jetzt die Stimmen, die fordern, er solle den Job endlich beenden. Die Frage ist, wie genau seine Optionen aussehen. Militärexperten sagten mir in dieser Woche, dass ein Bodeneinsatz notwendig ist, um das Regime zu stürzen. Doch das war bislang eine rote Linie für die Trump-Administration. Die andere Option wären wesentlich aggressivere Luftangriffe, die auch auf kritische Infrastruktur – etwa die Wasserversorgung – zielen würden. Doch das könnte zu massiven Gegenreaktionen der Weltgemeinschaft führen.

Angesichts dieser beiden Optionen gibt es durchaus Stimmen in Trumps Umfeld, die es vorziehen würden, einen schlechten Deal mit dem Iran zu machen und abzuziehen. DENN: Die Republikaner sorgen sich angesichts der Vorstellung, dass die USA im November (bei den Zwischenwahlen) noch immer in die beiden Kriege im Iran und in der Ukraine verwickelt sein könnten. Insbesondere der Iran-Krieg ist sehr unpopulär bei amerikanischen Wählern.

Kritische Monate für US-Regierung

UND: Aus Militärkreisen höre ich Warnsignale, wonach es nicht sehr gut um die US-Munitionsbestände bestellt ist. Das Pentagon ist deshalb auch diskussionsfreudiger geworden in der Debatte, wie viele Waffen die Vereinigten Staaten der Ukraine noch geben wollen.

Gleichzeitig höre ich von Experten, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine an einem entscheidenden Punkt steht. Mit ausreichender Unterstützung der USA, mit Sanktionen gegen Russland – so die Hoffnung – könnte mehr Druck auf Kremlchef Wladimir Putin (73) ausgeübt werden. Mit dem Ziel, dass er an den Verhandlungstisch kommt, um einen echten Deal zu machen. All das lastet derzeit gleichzeitig auf der Regierung.