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Washington/Teheran – Schlittert Donald Trump (80) in einen Nahost-Flächenbrand? Während US-Streitkräfte den Iran seit zwölf Nächten bombardieren, eskaliert der Konflikt auf einer zweiten Front: Im Roten Meer greifen die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen Öltanker an. Zwei saudische Tanker gingen bereits in Flammen auf – nun droht auch auf dieser wichtigen Seeroute der Schiffsverkehr zum Erliegen zu kommen.

Dem US-Präsidenten droht damit ein Zweifrontenkrieg! Trotz Trumps ständiger „Siegesmeldungen“ geraten die USA immer tiefer in einen sich ausbreitenden Konflikt. Gleichzeitig setzt Trump auf Eskalation: „Ich erwäge einen massiven Angriff – größer als je zuvor“, sagte er zu „Axios“. Das Pentagon verlegte weitere Bomber, Kommandoeinheiten und sogar Sanitäter in die Kriegsregion.

In Washington fällt immer häufiger auch das gefürchtete Wort „Kriegssumpf“ („Quagmire“). Gleichzeitig bedroht ein neuer Ölpreisschock die Weltwirtschaft. „Die Ausweitung auf das Rote Meer macht die Lage für die USA deutlich komplizierter, weil der Krieg nun an mehreren Fronten geführt wird“, sagt US-Militärexperte Jonathan Schroden mit Blick auf die Huthi-Attacken zu BILD.

Strategie der „Zermürbung und maximalen Schmerzzufügung“

Trump gibt sich zwar stets siegessicher, steckt jedoch in einer Zwickmühle: Massive US-Luftangriffe schwächen zwar Irans Streitkräfte und die US-Blockade iranischer Häfen erhöht zusätzlich den wirtschaftlichen Druck, doch die Mullahs in Teheran lassen sich bislang von dieser Strategie der „Zermürbung und maximalen Schmerzzufügung“ nicht zum Einlenken zwingen, meint der US-Experte.

Damit stoßen die USA offenbar an die Grenzen eines reinen Luftkriegs. Schroden warnt: „Selbst eine Eskalation der Angriffe auf Brücken, Kraftwerke und andere Infrastruktur dürfte den Iran kaum zur Kapitulation zwingen“. Ein schnelles Ende sei nicht in Sicht: „Ich rechne leider noch für längere Zeit mit einem Kreislauf aus Verhandlungen, Gewalt, neuen Gesprächen und erneuter Gewalt.“

Politischer Druck auf Trump wächst in den USA

Hinzu kommt: In den USA wächst der Druck. Gerade wurden vier weitere gefallene US-Soldaten in Särgen zurückgeführt. Benzin wird teurer, der Krieg in Umfragen immer unpopulärer (nur 34 % Zustimmung). Trumps Dilemma: Statt zu enden, weitet sich der Konflikt immer weiter aus. Deshalb stellt sich die Frage: Hat Trump politisch genug Ausdauer?