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Ankara – Der Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt hat einige weitreichende Entscheidungen hervorgebracht: Die Bündnisstaaten beschlossen zusätzliche Milliardenhilfen für die Ukraine, wollen Europas Rüstungsindustrie stärken und bekräftigten ihre „unerschütterliche Verpflichtung“ zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 (wonach ein Angriff auf einen Bündnispartner als Angriff auf alle Bündnisstaaten gilt).

Erwartungsgemäß dominierte ein Mann das Gipfelgeschehen: US-Präsident Donald Trump (80). Er verkündete neue US-Angriffe auf den Iran, ordnete einen Handelsstopp gegenüber dem Nato-Partner Spanien an und bekräftigte erneut seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland.

Viel Krawall zu Beginn und zwischendurch, am Ende war dann aber offenbar alles gut. Das legt eine Äußerung des US-Präsidenten nahe, die Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) auf einer Pressekonferenz des Gipfels in Ankara öffentlich machte. Nach Schilderung des Kanzlers soll Donald Trump in seinem Schlussstatement zum Ende der Beratungen der Staats- und Regierungschefs gesagt haben: „There is a feeling of love in the air“ (Deutsch: „Es liegt ein Gefühl von Liebe in der Luft“).

Der Bundeskanzler ergänzte, die Aussage habe ihn „etwas überrascht, aber auch sehr gefreut“.

Gleichzeitig hob Merz hervor, Trump habe „ausnahmslos an den Beratungen teilgenommen“ und den Sitzungssaal während der Beratungen nicht verlassen. Darüber hinaus sei ihm aufgefallen, dass der US-Präsident „den Vertretern kleinerer Mitgliedstaaten in der Nato“ aufmerksam zugehört habe.