TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Rom – Ein junger Mann (22) ist bei Arbeiten am Kolosseum in Rom gestorben. Der Italiener verunglückte in der Nacht zum Mittwoch tödlich, als er an der Touristenattraktion Kabel für ein neues Beleuchtungsprojekt installierte. Nach dem Unglück blieb Italiens meistbesuchtes Denkmal kurzfristig geschlossen.

Der 22-Jährige war Spezialist für Höhenarbeiten am Seil. Die Lichtinstallation sollte bis Oktober fertiggestellt werden, teilte die Pressestelle der archäologischen Stätte mit.

Regierungschefin fordert schnelle Aufklärung

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) zeigte sich erschüttert. Die Regierung sei zutiefst schockiert und traurig über den Tod, erklärte sie. Sie forderte, die Todesursache so schnell wie möglich zu ermitteln. „Mit 22 Jahren zu sterben, ist inakzeptabel. Erst recht, wenn es am Arbeitsplatz passiert“, sagte sie in einer Stellungnahme.

Vertreter von Italiens größter Gewerkschaft Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) waren am Mittwoch am Unglücksort. Sie forderten Informationen über Morettis Arbeitgeber und seinen Vertrag. Die vorübergehende Schließung des Denkmals sei die geringste Maßnahme, die die Behörden tun könnten, um sein Andenken zu ehren, erklärten sie.

14,7 Millionen Besucher im Jahr 2024

2024 lockte das Kolosseum 14,7 Millionen Besucher an. Es ist das meistbesuchte Denkmal Italiens. Danach folgen die Uffizien in Florenz und die antiken Ruinen von Pompeji. Die plötzliche Schließung am Mittwoch überraschte Tausende Touristen, die ihre Tickets im Voraus gekauft hatten. Viele äußerten Verständnis, nachdem sie erfahren hatten, was passiert war. Wann das Kolosseum wieder aufmacht, war zunächst unklar.