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Florida (USA) – Was ein ganzer Wohnkomplex war, sieht nun aus wie ein Puppenhaus. Wie ein zerstörtes Puppenhaus. Luftaufnahmen aus der Stadt Milton im US-Bundesstaat Florida zeigen, wie heftig Hurrikan „Isaias“ in dem Ort wütete. Wenige Stunden zuvor kauerten hier Menschen voller Angst zusammen, als das Dach über ihren Köpfen einfach weggerissen wurde. Die Zimmer sind komplett verwüstet und unbewohnbar. Überall liegen Trümmerteile herum. Viele Bewohner haben ihr Zuhause verloren.

Laut dem US-Wettersender „The Weather Channel“ erreichte der Hurrikan „Isaias“ eine Geschwindigkeit von über 160 km/h. Vier Menschen kamen im Sturm ums Leben. Zwei der Todesopfer starben, als Bäume auf ihre Häuser stürzten. Außerdem waren fast 600.000 Haushalte und Geschäfte im Süden der USA wegen des Sturms ohne Strom. Autos wurden mitgerissen. Dächer wurden abgedeckt.

Mehrere Küstenorte wurden evakuiert. Neben Florida riefen auch Alabama und weitere Bundesstaaten am Golf von Mexiko den Notstand aus. Das US-Hurrikanzentrum NHC warnte vor einem „lebensbedrohlichen Sturm“, der durch starke Regenfälle auch im Landesinneren Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen könnte.

Der Hurrikan legte auch Teile der Ölindustrie am Golf von Mexiko lahm. Deswegen griff die US-Regierung auf Notreserven zurück. Die Unternehmen ExxonMobil und BP America könnten beide jeweils bis zu zwei Millionen Barrel Rohöl bekommen. So sollen die Raffinerien weiterlaufen.

Mexiko bereitet sich inzwischen auf den Tropensturm „Simon“ vor. Laut Experten trifft der Sturm am Samstagabend oder frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) auf die mexikanische Pazifikküste – als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier.