Metzingen/Shirebrook – Der britische Einzelhandels-Konzern Frasers hat die Mehrheit beim deutschen Modehaus Hugo Boss übernommen. Über 50 Prozent des Grundkapitals gehören nun der Firmengruppe aus Shirebrook. Was das für das Unternehmen bedeutet.
Die Frasers Group gehört größtenteils dem Manager und Milliardär Mike Ashley (62). Zuvor hielt sie bereits 48,8 Prozent von Hugo Boss. Am Freitag kaufte Frasers 198.666 weitere Aktien für 7,6 Millionen Euro – und ist jetzt Eigentümer von 50,08 Prozent. Der Mode-Konzern aus Schwaben wird künftig in der Bilanz des Textil-Riesens mitgeführt.
Das sagt Hugo Boss zur Übernahme
Der Schritt sei im besten Interesse der Frasers-Aktionäre, hieß es in einer Pressemitteilung. Ein Hugo-Boss-Sprecher sagte der Agentur Bloomberg, man habe die Aufstockung zur Kenntnis genommen, im Unternehmen werde sich hierdurch aber wenig ändern.
Frasers ist bereits seit 2020 an dem 1924 gegründeten Modelabel mit Hauptsitz in Metzingen beteiligt. Die Übernahme durch die britische Holding hatte im Juni begonnen. Da hatte Frasers 38 Euro pro Aktie geboten und sich so schon 48,8 Prozent der Anteile an Hugo Boss gesichert.
Im September 2026 hatte sich Frasers’ Vorstandschef Michael Murray (37) zum Aufsichtsratschef der deutschen Modemarke wählen lassen. Die Hugo Boss AG zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Herstellern von Kleidung im Premiumsegment auf der ganzen Welt.