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Berlin – Die Uhr tickt: Um Mitternacht endet der Tankrabatt der Bundesregierung. An den Zapfsäulen herrscht Nervosität. Autofahrer fürchten extreme Preissprünge, denn schon am Dienstag schoss der Preis an den Zapfsäulen binnen Minuten teilweise extrem nach oben. Etwa im Landkreis Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) stieg der Super-Preis pünktlich um 12 Uhr von 1,839 Euro auf 2,039 Euro. Von jetzt auf gleich war der Sprit 20 Cent pro Liter teurer! In Berlin waren es an einigen Tankstellen im ersten Moment sogar 30 Cent. Der Preis fiel laut dem Portal „clever-tanken“ bis 13 Uhr allerdings schon wieder um 10 Cent.

Zahlreiche Autofahrer nutzten den Rabatt deshalb am Dienstagmorgen noch einmal aus. Etwa in Hannover, Berlin und Hamburg bildeten sich teils lange Schlangen. Aus Sorge vor den Preisen am Mittwoch wollten viele den Tankrabatt noch mitnehmen.

Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai. Für ihn wurden die Steuern auf Benzin und Diesel um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Die Tankstellen wurden dazu verpflichtet, dies weiterzugeben. Das sei auch passiert, betonten die Branchenverbände en2x und bft.

Experten sehen Defizite

Die Monopolkommission und das Ifo-Institut sahen in Untersuchungen allerdings Defizite bei der Weitergabe. Der Rabatt läuft zwar um Mitternacht aus, das gilt aber nur für ab dann an die Tankstellen geliefertes Benzin. Kraftstoff, der vorher ausgeliefert wurde, sollte noch günstiger sein.

Wann die Preise wie stark steigen – um Mitternacht ist das wegen der 12-Uhr-Regel nicht möglich – ist unklar. Tendenziell erwarten Experten, dass der Großteil des Preissprungs durch das Ende des Rabatts am Mittwochmittag auftreten wird.

Politiker fordern Preis-Kontrolle

Auch aus der Politik gibt es Forderungen, die Preissprünge im Auge zu behalten. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach sagte: „Entlastung an der Zapfsäule darf kein Strohfeuer sein, das nach zwei Monaten verpufft.“

Der SPD-Politiker dringt darauf, dass Kraftstoffpreise bei der täglichen Anhebung um 12.00 Uhr um höchstens fünf Prozent steigen dürfen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dagegen forderte einen Preisdeckel.