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Magdeburg – Arbeitskräfte weg, Milliarden verloren! Eine ausländerfeindliche Politik nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte das Bundesland wirtschaftlich hart treffen. Laut einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) könnte der ohnehin massive Arbeitskräftemangel bis 2031 noch deutlich größer werden – und bis zu 3,2 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren gehen.

Am Sonntag, dem 6. September, wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Umfragen sehen die AfD als stärkste Kraft, eine Alleinregierung wird als mögliches Szenario diskutiert.

Die Forscher warnen vor den wirtschaftlichen Folgen eines politischen Kurswechsels gegen Zuwanderung. Selbst wenn die Politik so weitermacht wie bisher, fehlen Sachsen-Anhalt bis 2031 rund 32.000 Beschäftigte. Unter einer migrationsfeindlichen Politik könnte sich die Lücke laut IWH auf 46.000 fehlende Arbeitskräfte vergrößern.

IWH-Präsident Reint Gropp (59) findet deutliche Worte: „Eine fremdenfeindliche Politik würde die Arbeitskräfteknappheit in Sachsen-Anhalt deutlich verschärfen.“ Und weiter: „Wenn die Politik Stimmung gegen Zuwanderung macht, werden Tausende zusätzliche Stellen unbesetzt bleiben. Das Land würde spürbar an Wohlstand verlieren.“

Sachsen-Anhalts Beschäftigte sind besonders alt

Besonders heikel: Sachsen-Anhalt hat bereits heute eine der ältesten Beschäftigtenstrukturen Deutschlands. Rund 61.000 deutsche Beschäftigte dürften zwischen 2027 und 2031 zusätzlich aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, rechnen die Forscher mit rund 29.000 zusätzlichen ausländischen Beschäftigten. Unter einer AfD-geführten Landesregierung wären es nur noch etwa 15.000. Unterm Strich würden damit rund 14.000 zusätzliche Arbeitskräfte fehlen.

Das könnte vor allem Branchen treffen, in denen schon heute Personal händeringend gesucht wird: Gastronomie, Lebensmittelzubereitung, Tiefbau, Logistik sowie Human- und Zahnmedizin. Besonders eindrücklich: Jeder fünfte Arzt in Sachsen-Anhalt ist Ausländer.

Auch CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz (70) warnt vor einem AfD-Wahlerfolg. Bei einem Wahlkampfauftritt in Quedlinburg sagte er: „Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden.“ Seine Warnung: „Das geht am Ende zulasten der Menschen in Sachsen-Anhalt.“