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Washington – Im Streit um ein gemeinsames Selfie mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni (49) beim G7-Gipfel in Frankreich hat US-Präsident Donald Trump (80) jetzt nachgelegt. Bei der Plattform „Truth Social“ wiederholte er seine Behauptung, Meloni habe ihn „immer wieder darum gebeten, mit mir fotografiert zu werden“. Dann schaltete er in gewohnter Manier auf Direktangriff: „In Italien steht es schlecht um ihre Beliebtheitswerte.“

Trump liefert eine mögliche Erklärung gleich mit: „Möglicherweise weil sie die Vereinigten Staaten von Amerika – ein Land, das Italien wirklich liebt und schützt – nicht unterstützt hat, als es darum ging, Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erhalten oder zu entwickeln (wobei das im Übrigen auch für die NATO gilt!).“

Meloni habe es den USA „nicht einmal erlaubt, Italiens Landebahnen oder Flugplätze zu nutzen, was eine erhebliche logistische Erschwernis darstellte. Und das, obwohl die USA jedes Jahr Hunderte Milliarden Dollar dafür aufwenden, Italien und andere sogenannte NATO-Verbündete zu schützen.“ Die Aussichten auf eine Aussöhnung stehen eher schlecht. „Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran militärisch besiegt haben, möchte sie wieder mit uns befreundet sein, um ihre Umfragewerte zu verbessern. Nein danke!!!“, schrieb Trump weiter.

Meloni hatte die Behauptungen, Trump um ein Foto gebeten zu haben, konsequent zurückgewiesen und stinksauer reagiert. Sie und Italien würden niemals um etwas betteln. Eine Konsequenz des Selfie-Streits: Der italienische Außenminister sagte seine Reise in die USA ab.

Wie gering Trumps Wertschätzung für die italienische Regierungschefin ist, könnte man aus seinem Post im Internet ablesen. In einer ersten Version schrieb er Melonis Vornamen falsch („Gigiorgia“). Später korrigierte er den Fehler.