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Abercynon – Was für ein Lotto-Drama! Kath Main (46) aus Abercynon in Wales ist überzeugt, den Jackpot der britischen National Lottery geknackt zu haben. Doch statt 12 Millionen Pfund (rund 14 Mio. Euro) auf dem Konto könnte ihr Gewinn im Müll gelandet sein. Nach Angaben der Britin hatte ihre Mutter den Lottoschein für sie gekauft und ihn nach der Ziehung in einem Shop der Supermarkt-Kette Londis überprüfen lassen. Das Lesegerät soll keinen Gewinn angezeigt haben. Weil der Schein als Niete galt, sei er entsorgt worden.

Kurz darauf meldete die Lottogesellschaft, dass ein Jackpot der Ziehung vom 6. Juni 2026 nicht abgeholt wurde. Was dann geschah, schilderte Kath Main britischen Medien so: Die 46-Jährige verglich die Gewinnzahlen 8, 10, 26, 30, 35, 42 – es waren exakt dieselben, die sie seit 20 Jahren tippt! Daraufhin rief sie ihre Mutter Fiona Williams an: „Du hast doch den Lottoschein abgegeben?“ Das habe sie, bestätigte Williams. Allerdings habe das Prüfgerät keinen Gewinn, sondern eine Niete angezeigt. Als der Shop-Betreiber fragte, ob sie den Schein wiederhaben will, entgegnete die Mutter: „Wenn es kein Gewinn ist, werfen sie ihn in den Müll.“

Lottogesellschaft prüft den Fall

Trotz des fehlenden Original-Loses gibt Kath Main nicht auf. Sie legte dem Lotterie-Betreiber Allwyn den Kaufnachweis sowie Aufnahmen einer Überwachungskamera vor, die ihre Mutter beim Betreten des Lotto-Ladens zeigen sollen. Allwyn bestätigte, dass der Fall geprüft wird. Das Unternehmen betont: Für verlorene oder zerstörte Lottoscheine gibt es ein festes Verfahren. Ob die vorliegenden Nachweise ausreichen, ist derzeit allerdings offen.

Shop-Inhaber Karan Kumar sagte, es wäre „grandios“, wenn Kath Main gewonnen hätte, und räumte ein, dass das Prüfgerät „möglicherweise gesponnen“ habe. Es kann bis zu 30 Tage dauern, bis Allwyn entscheidet, ob Kath Main tatsächlich gewonnen hat. Der Laden verkauft vorerst keine Lotterielose mehr. Die 46-Jährige, die als Schatzmeisterin in einem Rugby-Club arbeitet, sagte, sie versuche nach Möglichkeit nicht daran zu denken, was sie mit dem Geld machen würde.