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In der Nacht zu Mittwoch ist eine Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle gefunden worden. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) von „fremden Mächten“ sprach, hat sich jetzt FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) zu dem geplanten Anschlag geäußert. Sie sieht Russland hinter dem Vorfall.

Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte Strack-Zimmermann: „Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass Deutschland und nicht erst seit heute im Fadenkreuz der russischen Aggression steht. Wir sind ein Unterstützer der Ukraine, und Russland hat riesiges Interesse daran, dass sich das ändert, indem Widerstand in der deutschen Öffentlichkeit erzeugt wird.“

Neue Gefahren mitdenken

Besonders vor Wahlen solle die öffentliche Meinung beeinflusst werden, indem man den Menschen Angst mache. Im September wählen Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Deutschland müsse sich darüber im Klaren sein, dass wichtige Infrastruktur wie Flughäfen „noch einmal anders gesehen“ werden müsse, so die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament. „Wir müssen auch diese Gefahren sofort mitdenken.“

Innenminister Dobrindt hatte sich in seinem Statement gehütet, die Russen als Drahtzieher zu benennen. „Ich bin völlig verwundert“, analysierte Sicherheitsexperte Peter Neumann (51, CDU) im Podcast von BILD-Vize Paul Ronzheimer. Neumann glaubt, dass Dobrindt von Russland sprechen wollte, dies jedoch auf Anraten aus seinem Umfeld schließlich nicht getan habe.

Russlands Doktrin ist hybrider Krieg

Mit seinen Aussagen über „fremde Mächte“, „Profis“ und die „hybride Bedrohung“ habe Dobrindt „verschlüsselt“ über Russland gesprochen: „Wir sprechen über hybriden Krieg, weil das eine Doktrin Russlands ist“, so Neumann. „Wenn man von hybridem Krieg oder hybriden Bedrohungen spricht, dann meint man damit nicht den IS oder Rechtsextremisten, sondern in den allermeisten Fällen ist von Russland die Rede.“ (ias)