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Palma (Mallorca) – Wie kann eine Frau auf einer Insel voller Menschen einfach verschwinden? Seit drei Wochen gibt es von der 24‑jährigen Lisa B. auf Mallorca kein Lebenszeichen. Ist der jungen Frau aus Bayern etwas zugestoßen? Oder ist sie abgetaucht, um noch einmal von vorn anzufangen?

Die Familie ist inzwischen selbst nach Spanien gereist. Ihre Sorge wächst: Lisa B. könnte in großer Not sein. Am Montag erhielten die Angehörigen endlich einen Hinweis, wonach die 24-Jährige in ein Krankenhaus in Palma eingeliefert worden sein soll – doch auch dort war sie nicht am Ende nicht zu finden.

Während der Reise kam es zur Trennung vom Freund

„In der Klinik erklärte man uns dann, dass sie nicht hier ist“, sagte ihre Schwester Cornelia (45) verzweifelt am Telefon zu BILD. „Wir, ihr Vater, ihr Bruder und ich, suchen hier alles ab.“ Nach einem Aufruf in den sozialen Netzwerken seien mehrere Meldungen eingegangen, wonach die Vermisste in der Hauptstadt gesehen worden sei und Menschen nach Geld gefragt habe. Die Schwester glaubt: „Es gibt jedoch viele blonde Frauen, die ihr ähneln …“

Lisa war demnach mit ihrem Freund nach Mallorca gereist, um sich eine Auszeit in der Sonne zu gönnen. Doch im Urlaub soll es zur Trennung gekommen sein. Der Mann sei schließlich allein nach Deutschland zurückgekehrt – und für die Familie nicht mehr erreichbar. In seiner letzten Nachricht habe er jedoch behauptet, Lisa B. habe auf der Insel einen Drogenrückfall erlitten.

Schwester: „Ihr Tattoo erkennt man sofort“

Die Kellnerin aus dem Raum Augsburg (Bayern) habe immer wieder mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt, heißt es. Auf ihren Armen sind viele Narben zu sehen. „Sie hatte sich aber regelmäßig gemeldet“, versicherte ihre Schwester. „Seit einer WhatsApp-Nachricht am 3. August ist Funkstille. Das Handy ist auch seitdem ausgeschaltet.“

Erkennbar sei Lisa vor allem an einem auffälligen Tattoo, dem schwarzen Schriftzug „I love my chaos“ (dt. „Ich liebe mein Chaos“) auf dem rechten Oberschenkel. „Es ist warm, sie hat sicher kurze Sachen an. Man wird dieses Tattoo sofort erkennen“, hofft Schwester Cornelia.

Für die Polizei sei die 24-Jährige aber auch eine Erwachsene, die sich bei niemandem melden müsse. „Uns liegen keine Hinweise auf ein Verschwinden vor“, erklärte die Guardia Civil auf eine BILD‑Anfrage. Zeugen könnten sich bei der spanischen Suchorganisation „SOS Desaparecidos“ unter der Telefonnummer +34 868 286 726 oder per E-Mail an info@sosdesaparecidos.es melden.