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Buxtehude/Madrid (Spanien) – Unbeschwerte Sommerferien bei ihrer Großmutter in Spanien – darauf hatten sich Sophie (*10) und Isabella (*7) aus Norddeutschland wochenlang gefreut. Auch mit ihren Lieblingspferden wollten die Schwestern viel Zeit verbringen. Doch nun sind die Mädchen mit Oma Patricia (69) von den Waldbränden eingeschlossen. Zu Hause in Buxtehude (Niedersachsen) durchleben ihre Eltern, Olaf K. (52) und seine Frau (40), Stunden voller Sorge. „Es ist ganz schlimm, und meine Kinder sind mittendrin“, sagt der Vater zu BILD.

Weil die Flammen ihrer Wohnung in Sotillo de la Adrada (Provinz Ávila) bereits bedrohlich nahegekommen waren, flüchtete Oma Patricia vor lauter Angst am Freitagabend mit ihren Enkelinnen. Vater Olaf: „Meine Schwiegermutter lebt in Spanien. Ab September wollen unsere Töchter für ein Jahr bei ihr leben, um eine spanische Schule zu besuchen.“

Vater: „Sie sind in den Flammen eingeschlossen“

Stundenlang irrten Oma und Kinder im Auto umher. Wussten nicht, wohin. „Schulen und Sporthallen für evakuierte Einwohner werden noch vorbereitet. Die Straßen nach Madrid sind gesperrt. Von dort nähern sich zwei weitere Waldbrände. Meine Familie ist in den Flammen eingeschlossen“, so der Vater. Sein Auto hat er bereits vollgetankt, gleichzeitig prüft seine Frau die Flüge nach Madrid.

„Drei große Waldbrände wüten: in Burgohondo, San Martín de Valdeiglesias und Almorox. Die Lage ist äußerst ernst und entwickelt sich stündlich weiter“, so Kupper. Nach Informationen der Gemeinde Sotillo de la Adrada hat das Feuer inzwischen den Ort erreicht. „Unsere Kinder und ihre Großmutter befinden sich damit unmittelbar im Gefahrengebiet. Als Eltern machen wir uns größte Sorgen um ihre Sicherheit und ihr Leben.“

Deutschland und EU sollen helfen

Die Eltern fordern: Deutschland und die EU sollten die von den Waldbränden betroffenen Länder stärker unterstützen. „Wald- und Naturflächen werden zerstört. Zudem sind ökologisch besonders wertvolle Schutzgebiete bedroht.“ Auch der Pferdehof, auf dem seine Töchter die Ferienzeit verbringen wollten, droht abzubrennen.

„Wir bitten die Bundesregierung und die zuständigen Behörden eindringlich, dieser dramatischen Situation Aufmerksamkeit zu schenken und Spanien nach Kräften zu unterstützen. Uns geht es nicht nur um das Leben unserer Familie, sondern auch um den Schutz der zahlreichen weiteren Menschen, die von diesen verheerenden Waldbränden bedroht sind.“

(* Namen zum Schutz der Kinder von der Redaktion geändert)

Flammen fressen sich durch Europa