Vor 33 Jahren schrieb ich erstmals über Sozialbetrug in Deutschland. Damals beschwerte sich ein Sozialamts-Chef über eine Familie, die regelmäßig mit einem 450er-Mercedes vorfuhr, um Stütze zu kassieren.
Wem der teure Wagen der angeblich armen Familie gehörte, konnte der Amtsleiter nicht herausfinden – Datenschutz!
Schön, dass die Innenminister nun solche absurden Hürden abräumen wollen. Künftiges Prinzip: Wer Geld vom Staat will, muss jede sinnvolle Überprüfung ertragen. Gut so!
Denn jeder Cent für Bedürftige geht vom Gehalt eines Steuerzahlers ab, dem nichts geschenkt wird. Also: Kontrolle statt blindes Vertrauen! Endlich!
Schade nur, dass die Minister erst jetzt die breite Front gegen Sozialbetrug eröffnen. Hoffentlich lassen sie sich nicht wieder überholen von immer neuen Tricks der Clans, Kindergeld- und Wohngeld-Betrüger, die das Vertrauen in einen gerechten Sozialstaat seit Jahren untergraben.