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Köln – Für viele Fast-Food-Fans war der Termin schon fest im Kalender markiert. Am Donnerstag sollte in Köln die erste öffentliche Taco-Bell-Filiale in Deutschland eröffnen. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Eröffnung wird verschoben.

Die US-Kette hat den Start in Deutschland kurzfristig abgesagt. Das Fast Food wird nicht fast (dt. schnell) genug fertig. Grund sind laufende Umbauarbeiten in der ehemaligen Sausalitos-Filiale, die nicht rechtzeitig abgeschlossen worden sind.

Was alles abgesagt wurde

Nicht nur die geplante Eröffnung am Donnerstag um 17 Uhr fällt aus. Auch die bereits angekündigte „House-Warming-Party“ am Dienstag musste abgesagt werden. Die Nachricht verbreitete Taco Bell selbst über Instagram und enttäuschte viele Fans der Marke.

Dabei sollte die Neueröffnung für frischen Schwung in der Kölner Innenstadt sorgen. Nach dem Start von Nhas City Chicken auf der Breite Straße am vergangenen Freitag sollte mit Taco Bell am Donnerstag die nächste Fast-Food-Premiere folgen.

Für Taco Bell ist der Standort Köln ein Meilenstein. Zwar gibt es die Tex-Mex-Kette schon seit Jahren in Deutschland, allerdings ausschließlich auf US-Militärstützpunkten und damit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, berichtet das „Manager Magazin“. Der Anlauf für einen breiteren Deutschland-Start war 2025 nach Differenzen mit einem Partner gescheitert.

Neue Strategie für den deutschen Markt

Jetzt setzt das Unternehmen auf eine neue Strategie. Statt eines einzigen Franchisenehmers (Lizenznehmers) werden die Rechte regional vergeben. Für Köln und das Rheinland ist die Feel Better Holding aus Koblenz verantwortlich. Die Geschäftsführer Peter Gries und Lars Krämer betreuen ein Gebiet von Bonn bis Kleve. Dass die Wahl auf Köln fiel, erklärt Geschäftsführer Krämer so: „Köln passt unfassbar gut zu Taco Bell.“ Auch die Werbebotschaft zur Filiale war eindeutig. Auf Instagram warb die Kette Ende August mit dem Spruch: „Von California nach Köllefornia.“

Weitere Standorte bereits geplant

Taco Bell wurde 1962 in Kalifornien gegründet und zählt heute rund 9000 Restaurants weltweit. Der Fast-Food-Riese gehört zum börsennotierten Konzern Yum! Brands, zu dem unter anderem auch KFC und Habit Burger & Grill gehören. Deutschland spielt bei den Expansionsplänen eine wichtige Rolle. Neben Köln sind, laut „Manager Magazin“, weitere Restaurants unter anderem in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Nürnberg und Passau geplant.

Neben dem Erfolg musste Taco Bell in den USA zuletzt auch negative Schlagzeilen verkraften. Mehr als 22.000 Menschen sollen durch einen Parasiten erkrankt sein. Im Fokus der Untersuchungen stand zeitweise auch Salat, der von der Fast-Food-Kette verwendet wurde.

Doch bevor die ersten Tacos, Burritos und Quesadillas in Köln über die Theke gehen, heißt es erst einmal warten. Der große Deutschland-Start der US-Kultmarke bleibt vorerst eine Baustelle. Einen neuen Eröffnungstermin gibt es bislang nicht. Eine Anfrage von BILD an die Feel Better Holding blieb bisher unbeantwortet.