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N’Djamena (Tschad) – Schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF): Die Organisation hat 18 Beschäftigte und externe Mitarbeiter entlassen, nachdem sudanesische Flüchtlinge im Tschad sexuelle Übergriffe gemeldet hatten.

Wie MSF am Montag mitteilte, hatten Flüchtlinge Ende 2024 Vorwürfe wegen „sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs“ erhoben. Interne Untersuchungen hätten anschließend „schwerwiegendes Fehlverhalten“ aufgedeckt.

Die Organisation erklärte: „Wir bedauern den verursachten Schaden zutiefst.“

18 Mitarbeiter müssen gehen

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen dürfen die Betroffenen künftig nicht mehr für die Organisation tätig sein. Unter den Entlassenen seien fest angestellte Mitarbeiter, Beschäftigte ohne festen Vertrag sowie externe Auftragnehmer und Lieferanten.

Aus Gründen des Schutzes der Opfer machte die Hilfsorganisation keine weiteren Angaben zu den einzelnen Fällen. Auch zur Zahl der betroffenen Flüchtlinge äußerte sich MSF nicht.

Ärzte ohne Grenzen kündigte an, die eigenen Kontrollmechanismen weiter zu verschärfen. Die Organisation arbeite daran, „unsere Systeme zur Prävention, Aufdeckung und Reaktion zu stärken“.