Park City (US-Bundesstaat Utah) – Er war ein berüchtigter Frauenmörder, der die USA in den 1970er-Jahren in Angst und Schrecken versetzte: Ted Bundy (†42). Jetzt wurde dem Serienkiller ein weiterer Mord nachgewiesen. Auf den Tag genau 52 Jahre, nachdem die Leiche von Melissa Ann Smith (†17) in einem Waldstück im US-Bundesstaat Utah gefunden wurde, haben die Behörden Bundy als Täter überführt. Ein DNA-Abgleich brachte Klarheit in einem Fall, der jahrzehntelang als unlösbar galt.
Ein Jäger hatte Smiths Leiche am 27. Oktober 1974 in einem Waldstück in Salt Lake County gefunden. Am Dienstag (Ortszeit) gaben die Ermittlungsbehörden auf einer Pressekonferenz in Park City den Durchbruch bekannt. „Bei der forensischen Kriminaltechnik gibt es jeden Tag Fortschritte, sodass wir uns solche Fälle immer wieder aufs Neue anschauen“, sagte Sheriff Rosie Rivera. „Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, Beweisstücke auch nach Jahrzehnten aufzuheben.“ Mit jedem gelösten Cold Case komme man dem Ziel näher, „die Erinnerung an Ted Bundy auszulöschen“.
Bundy hatte in den 1970er-Jahren Dutzende Frauen und Mädchen vergewaltigt und getötet. Vor seiner Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl im Jahr 1989 gestand er mehr als 30 Morde in verschiedenen Bundesstaaten. Dank neuer DNA-Technologien wurde er in immer mehr Fällen als Mörder überführt.
Gemeinsamkeiten mit weiterem Bundy-Opfer
Den Fall von Smith lösten die Ermittler, indem sie entscheidende Verbindungen zu einem anderen Bundy-Opfer herstellten. Im April wurde der Serienkiller des Mordes an Laura Aime überführt. Er hatte die Teenagerin im Jahr 1974 nach einer Halloween-Party verschleppt und getötet. In beiden Fällen habe es laut den Ermittlern auffällige Ähnlichkeiten beim Tatmuster gegeben – was letztlich zum Durchbruch führte.
Die Angehörigen von Melissa Smith wurden von den Behörden über die neuen Erkenntnisse informiert, sie nahmen allerdings nicht an der Pressekonferenz teil. Smiths Eltern sind inzwischen verstorben.