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Moskau – Brisante Meldung aus dem Moskauer Machtzirkel: Sergej Iwanow (†73), einer der engsten Weggefährten und Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin (73), ist tot. Der Kreml bestätigte den Tod – doch woran Iwanow starb, bleibt völlig offen.

Erst die Basketballliga, dann der Kreml: Die VTB United League verkündete den Tod ihres Ehrenpräsidenten Iwanow – erst danach bestätigte Moskau die Nachricht offiziell. „Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Sergej Iwanow heute verstorben ist“, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow (58). Putin ließ den Angehörigen umgehend sein Beileid ausrichten.

Beide lernten sich durch KGB kennen

Iwanow gehörte über Jahrzehnte zum engsten Machtzirkel des russischen Präsidenten. Nach seinem Studium zum Übersetzer arbeitete er für den sowjetischen und später russischen Geheimdienst. Zirka 1977 lernte er den nur knapp vier Monate älteren Putin kennen. Die beiden stammen aus St. Petersburg, sie verband eine jahrzehntelange Karriere in den Sicherheitsapparaten Russlands.

Der ehemalige KGB-Offizier machte eine steile Karriere: Verteidigungsminister, Vizeregierungschef, Chef der Präsidialverwaltung – und fast drei Jahrzehnte Mitglied des mächtigen russischen Sicherheitsrates.

Iwanow sollte 2008 Putins Nachfolger werden

2008 schien Iwanow seinem größten politischen Ziel ganz nah. Weil Putin nach zwei Amtszeiten laut damaliger Verfassung nicht erneut kandidieren durfte, galt Iwanow als aussichtsreicher Nachfolger.

Doch Putin entschied sich überraschend für seinen damaligen Vertrauten Dmitri Medwedew (60). Der änderte während seiner Amtszeit die Verfassung und machte so den Weg frei, damit Putin 2012 wieder ins Präsidentenamt zurückkehren konnte. Medwedew und Iwanow galten damals als erbitterte Rivalen im Kampf um Putins Nachfolge.

Zuletzt spielte Iwanow politisch nur noch eine Nebenrolle, seit 2016 Putin ihn als Kreml-Leiter absägte. Im Februar 2026 zog er sich als Sonderbeauftragter des Präsidenten zurück. Schon damals machten Gerüchte über eine schwere Erkrankung die Runde.

Iwanow unterstützte sowohl die Annexion der Krim als auch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Deshalb stand er auf den Sanktionslisten der EU, der USA und weiterer westlicher Staaten.