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Washington – Eiszeit zwischen Washington und Kiew! Nach Donald Trumps Diesel-Deal mit Russland und der mutmaßlichen Drosselung des für die Ukraine so wichtigen Starlink-Systems verschärft sich der Ton. Jetzt warnt US-Finanzminister Scott Bessent (64), ein einflussreicher Vertrauter Trumps, Präsident Wolodymyr Selenskyj: Er solle mit seinen Anschuldigungen gegen die US-Regierung „lieber vorsichtig sein“.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident einen regelrechten Hilferuf abgesetzt: „Ich glaube, dass Schritte unternommen wurden, um die Ukraine zur Kapitulation zu drängen“, sagte Selenskyj in einem Bloomberg-Interview. „Ich behaupte nicht, dass unsere Partner dieses Ziel verfolgen. Ich möchte nicht glauben, dass unsere amerikanischen Partner meinen, der Krieg könne auf Kosten der Ukraine schneller beendet werden. Aber genau so sieht es aus.“

Brisant: Trump scheint die Vorwürfe sogar zu bestätigen, indem er plötzlich wieder die Ukraine als treibende Kraft hinter der Fortsetzung des Krieges beschreibt: „Selenskyj will den Krieg nicht beenden“, behauptet der US-Präsident.

Starlink-Drama voller Schuldzuweisungen

Wie stark die USA inzwischen in den Krieg eingreifen, zeigt der jüngste Streit um Starlink und dessen militärische Variante Starshield. Selenskyj macht Washington für die Einschränkungen des bei der Luftabwehr essenziellen Satellitennetzes verantwortlich. Im Krieg der Worte betont hingegen Bessent, Trump und Außenminister Marco Rubio (55) hätten kategorisch erklärt, „dass niemand in der Trump-Regierung das getan hat“.

Das Starlink-Drama bleibt verwirrend: SpaceX-Chef und Starlink-Betreiber Elon Musk (55) erklärte, dass die militärischen Starshield-Systeme Eigentum der US-Regierung seien und deshalb auch von ihr kontrolliert würden. Außenminister Rubio lieferte eine völlig andere Darstellung: Die Ukraine habe überhaupt keinen Zugang zu Starshield.

Das widerspricht Selenskyjs Aussagen und zahlreichen Berichten über Kiews Nutzung des militärischen Satellitennetzes. UND: Auch Trump selbst brachte wenig Klarheit: „Ich weiß nicht, ob es überhaupt jemand war, denn ich war es nicht, und ich glaube nicht, dass es Elon war ...“

Weitere Einschränkungen bei Satellitennetz

Hinter der Vernebelungstaktik könnte Kalkül stecken. Schon früher nutzte Trump die große Bühne, um Druck auf die Ukraine aufzubauen: Im März 2025 ließ er nach dem Eklat mit Selenskyj im Weißen Haus die US-Militärhilfe stoppen und den Austausch von Geheimdienstinformationen vorübergehend aussetzen. Dann wurden dringend benötigte Waffenlieferungen auf Eis gelegt – darunter Patriots, Munition und Präzisionsgeschosse.

Eine Lösung im Starlink-Streit ist nicht in Sicht. Bei Fluggeschwindigkeiten schneller als 161 km/h gebe es weiterhin Probleme mit der Satellitenverbindung, sagt Selenskyj. Dadurch könne die Ukraine spezielle Abfangdrohnen nicht einsetzen – und das wird vor allem wegen der russischen jetbetriebenen Langstreckendrohnen zum tödlichen Problem.