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Kyrenia (Zypern) – Nach dem schweren Schiffsunglück vor Zypern, bei dem mindestens acht Menschen starben, sind der Kapitän und sieben Mitglieder der Crew festgenommen worden.

Das gab der Ministerpräsident von Nordzypern, Ünal Üstel (71), am Abend nach den ersten Untersuchungen zu der Tragödie bekannt. Weitere Details zu den Vorwürfen gegen die Schiffsbesatzung wurden zunächst nicht genannt.

Suche nach Vermissten auf Hochtouren

Des Weiteren sagte Üstel, man werde „alle staatlichen Ressourcen“ nutzen, um die noch vermissten 22 Menschen zu finden. Acht Passagiere sind mittlerweile tot geborgen worden, 237 konnten gerettet werden.

Die Katamaran-Fähre mit mehr als 260 Menschen an Bord war am Sonntag auf dem Weg von Kyrenia (Zypern) nach Tasucu (Türkei) gewesen und habe wenige Kilometer vor der nordzyprischen Küste Wasser aufgenommen. Üstel zufolge setzte sie etwa eine Viertelstunde nach der Abfahrt einen Notruf ab.

Kapitän wollte noch umkehren

Videoaufnahmen zeigten Menschen mit Schwimmwesten, die im Wasser rund um das gekenterte Schiff trieben und darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge hatte der Kapitän noch versucht, umzukehren. Es habe sich um einen zweistöckigen Katamaran gehandelt.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ein Passagier berichtete von einer Explosion, durch die der Bug des Schiffes gesunken sei. Die Fähre sei nun bis auf den Grund gesunken.