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Washington/Teheran – Nur wenige Wochen nach den Angriffen auf iranische Militäranlagen schlagen Experten Alarm: Neue Satellitenbilder deuten darauf hin, dass Teheran mit dem Wiederaufbau einer berüchtigten Militärforschungsanlage begonnen haben könnte. Wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet, sind am Militärkomplex Parchin auffällige Bauarbeiten zu erkennen.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen wurde. Zunächst hätten Satellitenbilder lediglich Aufräumarbeiten gezeigt. Inzwischen gebe es jedoch Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Auf den Aufnahmen sind unter anderem mehrere Betonmischer und weitere Geräte zu sehen, mit denen Einschlaglöcher dauerhaft verschlossen werden sollen. Die Satellitenbilder wurden dem US-Sender CNN zur Verfügung gestellt, der sie gemeinsam mit dem Institut ausgewertet hat.

Besonders interessant: Der sogenannte Taleghan-Komplex gilt seit Jahren als eine der umstrittensten Anlagen des iranischen Atomprogramms. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wurde dort im Rahmen des iranischen Amad-Programms bis 2003 an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten. Demnach sollen dort Tests mit starken Sprengstoffen erfolgt sein, um die Implosion eines nuklearen Sprengkopfs zu simulieren. Der Iran bestreitet die Existenz dieses Programms.

Wie sieht es mit Isfahan, Natans und Fordo aus?

Entwarnung gibt es bei den wichtigsten iranischen Uran-Anlagen: Laut CNN wurden in Isfahan, das von der IAEA als wichtigste Lagerstätte für Uran eingestuft wird, keine verdächtigen Aktivitäten festgestellt. Das gelte auch für die Anlagen in Natans und Fordo. Diese waren bereits im vergangenen Sommer von den USA bombardiert worden. US-Präsident Donald Trump (80) hatte anschließend mehrfach betont, seine Regierung überwache die Standorte seither „akribisch“.

Hinweise auf Reparaturen gibt es laut CNN aber auch an weiteren sensiblen Einrichtungen. Dazu zählt die Anlage Pickaxe Mountain, in der tief unter der Erde an Atomwaffen-Technologie gearbeitet werden soll. Dort zeigten Satellitenbilder zuletzt mehrere Lastwagen, die in die Tunnel hinein- und wieder herausfuhren.

Nach Kriegsende hatte sich Teheran im Rahmenabkommen mit den USA verpflichtet, sein Atomprogramm nicht auszubauen. Der Iran bestreitet weiterhin, Atomwaffen zu entwickeln.