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Zürich (Schweiz) – Sie war zum 22. Filmfestival nach Zürich eingeladen, sollte anlässlich der Premiere eines Dokumentarfilms sprechen. Doch obwohl alle 300 Tickets für den Vortrag von Klima-Aktivistin Greta Thunberg (23) reserviert waren, blieb der Kinosaal fast komplett leer. Sabotage?

Nur 40 Zuhörer statt 300 Gäste

Wie mehrere Medien berichten, sollte Greta Thunberg anlässlich des Films „My Home of Wind and Sand“ im Kino Corso in Zürich (Schweiz) sprechen. Der Film dreht sich um das Leben von Aktivistin Najla Mohamed-Lamin (37) und die Lage im Westsahara-Konflikt. Doch dann waren nur 40 der 300 Sitze besetzt – Thunberg sprach vor fast leerem Haus. Die 23-Jährige selbst vermutet Sabotage – möglicherweise seien die Tickets gezielt blockiert worden. Vor Ort äußerte die Umweltaktivistin, es könne sich um eine gezielte Aktion von Marokko handeln. Aber warum?

Warum Marokko dahinterstecken könnte

Hintergrund ist der Westsahara-Konflikt: Das Königreich Marokko und die Unabhängigkeitsbewegung Frente Polisario streiten seit Mitte der 1970er Jahre um das Gebiet der ehemaligen spanischen Kolonie im Nordwesten Afrikas, eigentlich Heimat der Sahrawi. Marokko kontrolliert einen Großteil des Territoriums, rund 170.000 ehemalige Bewohner flüchteten, leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in Lagern in der algerischen Wüste. Möglicherweise sollte eine Diskussion um den Konflikt verhindert werden.

Tickets wurden reserviert, aber nicht benutzt

Wie die Veranstalter des Festivals mehreren Schweizer Medien bestätigten, kostete die Podiumsdiskussion keinen Eintritt, allerdings sollten Interessierte Karten reservieren. Pro Person waren vier Tickets erlaubt. Die waren rasend schnell vergriffen. Umso erstaunlicher, dass dann kaum jemand kam. Gegenüber dem Nachrichtenportal „blue News“ erklärten die Festival-Macher: „Wir bedauern sehr, dass zahlreiche reservierte Plätze letztlich nicht genutzt wurden.“ Zu den Hintergründen wollten die Veranstalter allerdings nicht spekulieren: „Ob es sich dabei um eine gezielte Aktion handelt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen oder kommentieren.“