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Hamburg – Eine gigantische Wolke aus Staub und Rauch steigt über den Gleisen auf. Kaum etwas ist zu erkennen. Nur das Flatterband, das den Zugang zur Wolke versperrt, weist darauf hin, dass es sich nicht um ein Krisengebiet, sondern um eine kontrollierte Sprengung handelt. Die Deutsche Bahn hat am Samstagnachmittag in Hamburg-Altona eine Eisenbahnbrücke gesprengt.

Nach Angaben des Projektleiters der Deutschen Bahn verlief alles nach Plan. Die Sprengung des Kreuzungsbauwerks Langenfelde war Teil der Arbeiten zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona an den Diebsteich.

Die 1930 gebaute Brücke in Hamburg wog rund 540 Tonnen. Das Schwergewicht musste weichen, um Platz für eine neue Gleisführung zu schaffen. Bislang führten zwei Fern- und Regionalbahngleise über das gut 100 Meter lange und 10 Meter breite Bauwerk, fünf Gleise verliefen darunter.

Schneidladungen brachten Brücke zu Fall

Gegen 14.30 Uhr wurden die Sprengladungen gezündet. Die Bahn brachte die Brücke mittels sogenannter Schneidladungen zum Einsturz, die unter anderem an den Brückenstützen angebracht waren. Vor der Sprengung hatte sie den Bereich weiträumig abgesperrt und den S-Bahn-Verkehr unterbrochen. Auch der Friedhof Diebsteich blieb aus Sicherheitsgründen am Samstag geschlossen.

Nach der Sprengung wird die Brücke mit Spezialgerät auseinandergebaut und abtransportiert. Wie der „NDR“ berichtet, war die Brücke mit Asbest und Blei belastet. Auch deshalb sei der Umzug des Fernbahnhofs Altona im vergangenen Oktober um zwei Jahre auf 2029 verschoben worden, heißt es. Wie die Bahn dem „NDR“ sagte, sei die Brücke nun so präpariert worden, dass die Sprengung keine gefährlichen Emissionen freigesetzt haben soll.