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Texas – Morgens aufstehen, zur Arbeit fahren, acht Stunden im Büro oder in der Fabrik schuften: Wenn Elon Musk (55) recht behält, könnte das in Zukunft nur noch freiwillig sein. „Ich glaube, Arbeit wird freiwillig“, sagte der Tesla- und SpaceX-Chef im Interview mit dem britischen Wirtschaftsmagazin „The Economist“.

Seine Vorstellung: Zuerst übernimmt Künstliche Intelligenz alles, was Menschen am Computer oder Telefon erledigen. Später sollen humanoide Roboter der KI Arme und Beine geben und auch körperliche Arbeiten übernehmen. Musk: „KI wird jeden Job besser erledigen können als jeder Mensch.“ Bei digitalen Berufen werde das „sehr schnell“ passieren.

Als Beispiel nennt Musk Programmierer: Schon heute sei KI besser als mindestens 90 Prozent der professionellen Softwareentwickler. Sie nähere sich dem Punkt, an dem sie besser programmieren könne als 99 Prozent der Menschen.

Arbeit wie Gemüseanbau

Wenn Maschinen Büro-, Fabrik- und Dienstleistungsjobs übernehmen, könnten sie nach Musks Vorstellung immer mehr Waren herstellen und Dienstleistungen erledigen. Menschen müssten dann nicht mehr arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Musk vergleicht Arbeit deshalb mit Gärtnern: Niemand müsse sein Gemüse selbst anbauen, weil es im Laden meist Besseres gebe. Manche machten es trotzdem aus Freude. „So wird es künftig auch mit der Arbeit sein.“

Wovon sollen die Menschen leben? Musk erwartet ein sogenanntes „universelles Hocheinkommen“ – also ein hohes Einkommen für alle. Dafür solle das US-Finanzministerium den Menschen „einfach Schecks ausstellen“.

Musks Rechnung: KI und Roboter stellen immer mehr Waren her und erledigen immer mehr Dienstleistungen. Dadurch wäre von allem reichlich da. Der Staat könnte den Menschen Geld auszahlen, ohne dass automatisch alles teurer wird. Produzieren die Maschinen schneller, als neues Geld ausgezahlt wird, könnten die Preise laut Musk sogar sinken. Ganz ohne Probleme werde der Wandel allerdings nicht verlaufen. Musk räumt ein: „Ich glaube, es wird ein holpriger Weg.“