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Düsseldorf – Für Rheinmetall geht es in den USA um einen Milliardenauftrag! Die US-Armee will ihren alten Schützenpanzer M2 Bradley ersetzen. Rheinmetall hofft auf einen Auftrag für mehr als 4000 neue Fahrzeuge. Der Konzern beziffert das mögliche Geschäft auf rund 45 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 39 Milliarden Euro.

Nur noch zwei Anbieter sind im Rennen: Rheinmetalls US-Tochter American Rheinmetall mit dem Lynx XM30 und der US-Rüstungsgigant General Dynamics Land Systems.

American Rheinmetall hat den ersten von insgesamt acht Prototypen seines Lynx XM30 an die US-Armee ausgeliefert. Der Panzer wird nun auf Entwicklung und Leistung getestet. Die weiteren sieben Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr folgen und später auch von US-Soldaten im Manöver erprobt werden. Schon der aktuelle Vertrag ist rund 764 Millionen Dollar wert, umgerechnet 659 Millionen Euro.

Das steckt in Rheinmetalls Hightech-Panzer

Der Lynx XM30 basiert auf Rheinmetalls Lynx KF41 und wurde für die Anforderungen der US-Armee weiterentwickelt. Er verfügt über einen unbemannten Turm mit 50-Millimeter-Kanone, moderne Sensorik und einen hybrid-elektrischen Antrieb. Die Besatzung soll nur aus zwei Soldaten bestehen.

Bei dem Projekt setzt Rheinmetall stark auf „Made in USA“. Auf der offiziellen Team-Lynx-Seite wirbt das Unternehmen mit dem Slogan „Designed by Americans. Built by Americans.“ Rheinmetall verfügt über ein US-weites Produktionsnetzwerk mit 31 Standorten. Endgültig zusammengebaut werden die XM30-Prototypen in Louisiana. Zu Team Lynx gehören außerdem Textron Systems, Raytheon, L3Harris, Allison Transmission und Anduril.

Fast fünfmal größer als der bisherige Rekordauftrag

Der bislang größte Auftrag der Firmengeschichte hat ein mögliches Volumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro. Das mögliche XM30-Programm wäre damit um ein Vielfaches größer. Noch ist die Entscheidung aber offen: Nach den Tests und der Erprobung durch US-Soldaten entscheidet die US-Armee, welcher Anbieter in die Produktion gehen soll.