Regensburg (Bayern) – Die Geiselnahme in Regensburg ist beendet! Die Polizei hat den Täter festgenommen. Großeinsatz der Polizei im Westen der Stadt: Zahlreiche Streifenwagen blockieren die Stromerstraße, direkt am Rennplatz Zentrum. Schwer bewaffnete Spezialkräfte in Schutzkleidung gehen in Stellung. Anspannung liegt in der Luft, der Rettungsdienst steht bereit. Laut Polizei wurde ein Mann in einer Bank mit einem Messer angegriffen – nach BILD-Informationen ein Mitarbeiter der Bank. Er verstarb inzwischen im Krankenhaus.
Der Angriff in der Bank in Regensburg (Bayern) ereignete sich laut Polizei um 14.50 Uhr. Der mutmaßlich männliche Täter sei wohl mit einem Messer bewaffnet und befinde sich noch in der Bank, sagte eine Polizeisprecherin. „Wir gehen aktuell von einem Einzeltäter aus“, so die Sprecherin.
Zum Opfer hatten die Einsatzkräfte zunächst nur Blickkontakt. Nach BILD-Informationen soll es sich bei dem Opfer um einen Angestellten der Bank handeln. Er rettete sich offenbar mit lebensgefährlichen Verletzungen nach draußen und wurde im Krankenhaus behandelt. Inzwischen ist er dort verstorben, wie die Polizei bestätigt. Gegen den Täter wird deshalb inzwischen wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. „Zudem gehen wir von einem Raubdelikt aus“, so ein Polizeisprecher vor Ort.
Laut Polizei wurden inzwischen zwei Menschen aus dem Gebäude evakuiert. Ob sich neben dem Täter nun noch weitere Menschen in der Bank befinden, ist nicht bekannt. Ein Großaufgebot inklusive Spezialkräften, Diensthunden und ein Hubschrauber seien aber alarmiert worden. Auch der Rettungsdienst und Seelsorger sind inzwischen an der Bank eingetroffen.
Was das Motiv des mutmaßlichen Geiselnehmers ist, blieb zunächst offen. Es seien noch keine Forderungen eingegangen, sagte die Polizeisprecherin. Beamte der Verhandlungsgruppe haben versucht, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen – bislang ohne Erfolg. Die Bank befindet sich im Erdgeschoss eines großen Gebäudekomplexes, in den Stockwerken obendrüber sind Wohnungen.