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Um 19 Uhr rollt heute der Ball. Doch spielt auch das Wetter mit? Viele Fußballfans wollen den WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao im eigenen Garten oder beim Public Viewing unter freiem Himmel verfolgen. Doch ausgerechnet zum ersten Deutschland-Spiel soll es in einigen Regionen nass werden!

Während die DFB-Elf bei der WM 2026 mit tropischen Bedingungen zurechtkommen muss, sieht die Wetterlage in Deutschland deutlich ungemütlicher aus. Kühlere Temperaturen, Wind und Regen prägen seit Tagen das Bild. Bleibt das auch am Sonntagabend so? Klimatologe Dr. Karsten Brandt zu BILD: „Bevor nächste Woche der Hochsommer zu uns kommt, herrscht am Sonntag noch eher unterkühlte Stimmung. Wind und Schauer ziehen sich durch den Tag.“

Beim Anpfiff um 19 Uhr erwarten uns bis zu 25 Grad am Oberrhein, 20 bis 23 Grad im Süden und in der Mitte Deutschlands, im Norden eher 16 bis 19 Grad – an der windigen Küste soll es gefühlt noch etwas frischer werden. „Da müssen die Jungs ordentlich einheizen, sonst wird’s beim Public Viewing nur im Trikot zu kühl!“, so Dr. Brandt.

Wetter zum Public Viewing am Sonntag

Das Wetter teilt Deutschland zum Anpfiff in zwei Hälften. Schuld ist laut Dominik Jung ein Hochkeil, der sich von Südwesten heranschiebt, während über dem Norden noch feuchte Atlantikluft liegt. Der Diplom-Meteorologe zu BILD: „Im Norden und Osten bleibt es wechselnd bis stark bewölkt, immer wieder ziehen Schauer durch, örtlich blitzt und donnert es kurz. Betroffen sind vor allem Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.“

An den Küsten und in höheren Lagen gibt’s zusätzlich kühle Windböen. „Wer hier sicher trocken durch die 90 Minuten kommen will, ist mit einer überdachten oder Indoor-Location klar besser beraten“, sagt Jung.

Wo es in Deutschland trocken bleibt

Freundlicher wird’s im Süden und Südwesten: Es bleibt trocken und die Sonne blitzt immer wieder durch. In Baden-Württemberg und Bayern spricht laut den Experten wenig gegen Public Viewing unter freiem Himmel. Jung: „Einzige Einschränkung: Am Alpenrand kann gegen Abend ein einzelnes Wärmegewitter entstehen, das aber lokal eng begrenzt bleibt.“

In NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bleibt’s tagsüber und am Abend überwiegend trocken mit vereinzelten Schauern oder einem kurzen Gewitter. Jung: „Draußen sitzen ist gut machbar – ich würde aber eine Location mit überdachter Ausweichmöglichkeit wählen.“

Nächste Woche kommt der Sommer

Das zweite WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Samstag (20. Juni, 22 Uhr) steht wettertechnisch voraussichtlich unter einem besseren Stern. Da könnten es sogar über 30 Grad werden! Dr. Brandt: „Es ist noch nicht ganz sicher, ob uns wirklich eine Hitzewelle erreicht, aber klar ist jetzt schon, dass es wärmer wird. Montag und Dienstag zieht es sich noch etwas mit Bewölkung, aber dann kommt der Hochsommer.“