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Wer diese Beeren im Tiefkühlschrank hat, sollte sie auf keinen Fall essen! Bei der Rewe Group wird eine Charge der „ja! Beerenmischung, tiefgefroren“ zurückgerufen. Der Grund: In dem Produkt wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen.

Betroffen ist ausschließlich die 750-Gramm-Packung mit der Chargennummer L-26085 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.03.2028. Die Ware des Großhändlers Eurogroup España Frutas y Verduras S.A.U. wurde bereits am 7. Juli aus den Regalen genommen.

Diese Bundesländer sind betroffen

Nach aktuellem Stand wurde die Charge in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verkauft. Auch in Luxemburg war das Produkt in Supermärkten erhältlich. Die Eigenmarke „ja!“ wird vor allem bei Rewe und Nahkauf, aber auch bei Hit angeboten.

Verbraucher sollten ihre Tiefkühltruhe überprüfen. Wer die betroffene Beerenmischung zu Hause hat, sollte sie nicht verzehren. Die Packung kann auch ohne Kassenbon im Geschäft zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird bei dem Rückruf komplett erstattet.

Was nach dem Verzehr passieren kann

Besonders tückisch: Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können 15 bis 50 Tage liegen, im Durchschnitt etwa vier Wochen. Dadurch fällt es oft schwer, einen Zusammenhang mit einem bestimmten Lebensmittel herzustellen.

Zu den ersten Beschwerden gehören Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber. Später kann es zu einer Gelbsucht, dunklem Urin, hellem Stuhl und starkem Juckreiz kommen. Vor allem ältere Menschen, Kinder, immungeschwächte Personen und Menschen mit Lebererkrankungen können einen schweren Krankheitsverlauf entwickeln.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine Impfung nach einem Kontakt mit dem Virus, aber noch vor dem Ausbruch der Erkrankung, möglich ist. Auch bis zu 14 Tage nach dem Verzehr kann eine Impfung noch schützen. Wer den Verdacht hat, die betroffene Beerenmischung gegessen zu haben und Symptome entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen, denn Hepatitis A ist ansteckend.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt bereits seit Jahren, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr grundsätzlich zu erhitzen. Rohe TK-Beeren können bei unsachgemäßer Produktion unter anderem mit Hepatitis-A- oder Noroviren belastet sein. Deshalb rät die Behörde davon ab, tiefgefrorene Beeren ungekocht für Smoothies, Shakes oder Desserts zu verwenden.