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Unna (NRW) – Schon wieder Asbestverdacht in Kinderspielzeug! Der Einzelhändler Woolworth ruft vier Spielzeugprodukte zurück. Betroffen sind vier Produkte: „Stretchy Sand mit Geruch“ (Watermelon und Blueberry), „Stretchmaus 12 Zentimeter“ und „Stretchy Soldat“. Sie könnten mit der gefährlichen Mineralfaser verunreinigten Sand enthalten.

Kunden können das Spielzeug in allen Warenhäusern von Woolworth zurückgeben und bekommen ihr Geld zurück, auch ohne Kassenbon. Der Rückruf gilt bundesweit und betrifft alle Packungen, nicht nur einzelne Produktionschargen. Bei Fragen hilft die Hotline 02303-59 38 200 weiter.

Asbestfunde zuerst in Australien

Die ersten Berichte über Asbest im Spielsand kamen aus Australien und Neuseeland. Auch dort stammte der Sand aus China. Daraufhin ließ die niederländische Zeitung „AD“ Proben in Laboren untersuchen und veröffentlichte Anfang 2026 eine Übersicht der Asbestfunde. Im April wurde auch in Deutschland verseuchter Spielsand gefunden.

Betroffen ist Sand für Spieltische und zum Basteln, aber auch sogenannter kinetischer oder magischer Sand. Wie groß die Risiken für die Gesundheit von Kindern sind, die mit dem Sand spielen, ist bisher unklar.

Asbest kann Krebs auslösen

Das Umweltbundesamt erklärt auf seiner Internetseite: „Asbest ist die Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale mit Faserdurchmessern bis herab zu zwei Mikrometern (ein Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter).“ Über Jahrzehnte wurde der Stoff in großen Mengen beim Bauen verwendet.

Asbest ist eindeutig krebserregend. Er zerteilt sich in feine Fasern, die sich weiter aufspalten und dadurch leicht eingeatmet werden können. Die Fasern können sich langfristig in der Lunge festsetzen.