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Stuttgart – Die Autokrise trifft jetzt auch die Porsche-Familie mit voller Wucht. Ihr geschätztes Vermögen ist innerhalb eines Jahres um 3,1 Milliarden Euro geschrumpft. Das entspricht einem Verlust von rund 20 Prozent.

In der neuen Rangliste der reichsten Deutschen landet die Eigentümer-Familie, die hinter Porsche und VW steckt, deutlich schlechter als im Vorjahr. Das „Manager Magazin“ taxiert das Vermögen der Familie aktuell auf 12,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 15,5 Milliarden Euro. In der neuen Top-500-Liste reicht es bei der Porsche-Familie jetzt nur noch für Platz 17.

Warum das Vermögen um Milliarden einbricht

Der Milliardenverlust hängt vor allem mit den Beteiligungen an Porsche und Volkswagen zusammen. Eine Schlüsselrolle spielt die Porsche Automobil Holding SE mit Sitz in Stuttgart. Die Stammaktien gehören indirekt den Milliardären der Familien Porsche und Piëch: über Zwischengesellschaften. Die Holding ist wiederum Großaktionärin von Volkswagen und der Porsche AG.

Die Beteiligungen haben zuletzt kräftig an Wert eingebüßt, die Aktie rauschte runter. Allein im ersten Halbjahr 2026 musste die Porsche SE drei Milliarden Euro auf ihre Volkswagen-Beteiligung abschreiben. Weitere 200 Millionen Euro mussten bei der Porsche AG abgeschrieben werden. Die Folgen sind dramatisch: Für die ersten sechs Monate meldete die Holding ein Konzernergebnis nach Steuern von minus 2,2 Milliarden Euro.

So steht es um Porsche

Auch beim Sportwagenbauer selbst läuft es holprig. Porsche lieferte im ersten Halbjahr weltweit 122.306 Fahrzeuge aus, 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders hart trifft es China: Dort brachen die Auslieferungen um 32 Prozent ein. Immerhin gibt es einen Lichtblick: Das operative Ergebnis der Porsche AG stieg im ersten Halbjahr auf 1,35 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,8 Prozent, heißt: Von jedem eingenommenen Euro blieben 7,8 Cent als Gewinn.

Die Vermögensschätzung des „Manager Magazins“ hängt allerdings nicht am Wert eines einzigen Unternehmens. Für die Rangliste werden Beteiligungen, Unternehmenswerte und weitere Vermögensbestandteile geschätzt.