TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Putin gehen die Soldaten aus. Mehr als eine Million hat er im Krieg gegen die Ukraine schon verloren. Doch vor einer erneuten Mobilmachung im eigenen Land fürchtet er sich, denn er hat Angst, dass seine Russen rebellieren. Allerdings hat der Kreml-Despot noch eine andere Quelle, aus der er für seine blutige Front schöpfen will: Tschetschenien.

Dort herrscht seit fast 20 Jahren sein Bluthund Ramsan Kadyrow (50), der Russlands Diktator treu ergeben ist. Er kann in Tschetschenien praktisch tun und lassen, was er will – doch das hat seinen Preis. Der Krieg in der Ukraine, bei dem Wladimir Putin (74) eigentlich in drei Tagen in Kiew sein wollte, dauert jetzt schon fast fünf Jahre. Und er verschlingt Putins Armee. Denn die Männer, die Russland an die Front schickt, sind schlecht oder gar nicht ausgebildet und nicht jeder hat überhaupt eine Waffe.

Der zynische Name für diese brutale Taktik: Fleischangriff. Die Ukrainer sollen so ihre Munition verschießen, aber Russland verliert damit bis zu 600 Soldaten am Tag. Heißt: Nachschub wird dringend benötigt – und der muss jetzt aus Tschetschenien kommen. Stotternd und in einer Mischung aus Russisch und Tschetschenisch verkündete Alleinherrscher Kadyrow diese Order aus Moskau seinen Getreuen, wie ein Video zeigt.

84.000 Mann! Die Zahl wiederholt Kadyrow mehrfach und er behauptet, dass diese 84.000 Tschetschenen freiwillig antreten würden. Dabei ist diese hohe Anzahl an gesunden Männern eine Katastrophe für das Land – und das weiß Kadyrow auch. Bei einer Einwohnerzahl von gerade mal circa 1,5 Millionen bleiben nicht viele Männer im arbeitsfähigen Alter übrig, zieht man Frauen, Kinder und Alte ab.

Doch auch, wenn Ramsan Kadyrow autokratisch über das Land herrscht, ist allen klar, dass er das nur mit Zustimmung Putins machen kann. Würde er sich auflehnen, wäre Putins Reaktion wahrscheinlich gnadenlos. Und so muss der Bluthund seinem Gönner die 84.000 Männer schicken – die sich mitnichten alle freiwillig melden. Weigern sie sich, so heißt es aus Oppositionskreisen, werden ihre Familien bestraft, gefoltert, umgebracht.

Ramsan Kadyrow dagegen wurde schon fürstlich entlohnt. Am 7. Oktober wurde ihm ein Orden und der Titel „Ehrenarchitekt Russlands“ verliehen. Und laut Medienberichten hat der Kreml das Metallurgiewerk in der ukrainischen Stadt Mariupol an den Kadyrow-Clan übergeben. Für ihn ein lukratives Geschäft – für seine „Freiwilligen“ der reinste Horror.