Kiew – Russland will offenbar weitere 30.000 Nordkoreaner in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einsetzen. Das berichten ukrainische Geheimdienst-Quellen. Die Soldaten gelten als schlecht ausgebildetes Kanonenfutter, sind in der Vergangenheit zu Tausenden verheizt worden. Als Dank für die Hinterbliebenen gab es warme Worte von Kriegstreiber Wladimir Putin (73), dass man ihre „heldenhaften Taten“ niemals vergessen werde.
Putins Despoten-Kumpel Kim Jong-un (42) macht sein Fußvolk möglicherweise nicht umsonst zum Kanonenfutter. In seiner allabendlichen Videoansprache sagte Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48): „Russland hilft Nordkorea dabei, das Führen von Krieg zu erlernen, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung zu sammeln. Das ist eine Bedrohung für alle Menschen in Asien, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden.“ Die Vorbereitungen für die Aufnahme der Nordkoreaner liegen seit Juni.
Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus bei dessen Krieg gegen die Ukraine. Laut Selenskyj werden in Kürze weitere Raketenabschuss-Rampen geliefert. Im Gegenzug versorgt Russland das international isolierte Nordkorea mit Geld, Strom, Essen und Militärtechnologie. Vor wenigen Tagen hatte Nordkoreas Außenministerin Choe Son-hui Moskau besucht. Während Putin unvermindert Raketen und Drohnen auf die Ukraine hageln ließ, gab es beim Staatsempfang ein Sträußchen Blumen für die Diplomatin mit dem kalten Lächeln.
Auch nach dem Treffen ging das Ermorden ukrainischer Zivilisten weiter: Regionalbehörden meldeten am Sonntag vier Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw, Tschernihiw und Saporischschja. Selenskyj verurteilte einen „zutiefst zynischen Drohnenangriff auf einen ganz normalen Supermarkt“ in Tschernihiw. Eines der Todesopfer war ein Kind. Russland hatte in der Nacht insgesamt acht Raketen und 136 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert.