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Sumy (Ukraine) – Es sind Bilder, die bleiben, die schockieren und betroffen machen. Die Folgen eines brutalen russischen Angriffs auf die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine am späten Freitagabend sind vor allem eines: unglaublich blutig. Die Zerstörung entlang der belebten Straße der Innenstadt ist groß. Häuser sind eingestürzt, Menschen müssen gerettet werden.

Für vier Ukrainer kam jede Hilfe zu spät. Rettungskräfte versuchten noch, ein fünfjähriges Mädchen wiederzubeleben, doch die Kleine war zu schwer verletzt. Ihre Mutter Natalia (34) wurde ebenfalls getötet. Weitere 33 Menschen wurden verletzt, darunter sieben Kinder, sagte Gouverneur Oleh Hryhorow. Eines von ihnen ist Natalias älteste Tochter (13).

Wohnhäuser und Fahrzeuge zerstört

Viele der Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht und befinden sich in kritischem Zustand, erklärte Serhij Krywoschejenko, Leiter der Militärverwaltung Sumy. Zu den Schwerverletzten gehört auch ein 16-jähriges Mädchen. „Unbeschreiblicher Schmerz“, schrieb Hryhorow in den sozialen Medien. „Unser aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer. Wir wünschen allen Kraft, die diese Tragödie heute durchleben.“

Nach Angaben von Krywoschejenko setzte Russland bei dem Luftangriff sechs gelenkte Fliegerbomben gegen ein Wohnviertel im Zentrum von Sumy ein. Der Angriff zerstörte mehrere Wohnhäuser und Geschäfte.

Mehr als 50 Angriffe mit Drohnen, Artillerie, Bomben

Die an Russland grenzende Region Sumy steht unter fast ständigem Beschuss. Putin versucht dort seit Monaten, eine Pufferzone zu errichten. In Kiew wurde am Freitag ein Trauertag begangen. Am Donnerstag waren dort beim bislang folgenschwersten russischen Angriff des Jahres mindestens 30 Menschen getötet worden.

Im Südosten der Ukraine starben in der Nacht auf Samstag bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.