TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Westerland - Als 2022 das erste Punker-Camp auf Sylt startete, glaubten die meisten Urlauber und Einheimische an ein einmaliges Ereignis. Doch die Bilder von Bier, Blaulicht, und Müll auf Deutschlands nobelster Insel kehrten seither jeden Sommer zurück. Montag startete die 5. Auflage des Punker-Camps.

Bei 18 Grad, Sonne und leichtem Wind zogen die ersten Punker mit Hund und Bier durch Westerland. Gleichzeitig roch es auf dem Camp-Gelände nebenan in Tinnum bereits nach Cannabis. Neben den ersten Zelten stehen die mobilen Toiletten. Das Motto des vierwöchigen Punk-Sommers 2026: „Normalize Revolution“. Laut dem Veranstalter der „Aktion Sylt“ sind u. a. Workshops, Musik-Sessions und Lauf-Demos geplant.

Hunderte Punker auf Sylt erwartet

Sylt erwartet erneut mehrere Hundert Teilnehmer beim diesjährigen Protestcamp. Auf dem Bahnhof Westerland mischten sich Montag den ganzen Tag Nieten, Leder, kaputte Jeans und bunte Haare in den Urlauberstrom. FDP-Lokalpolitiker Karlheinz Busen erwartet Punker-Besuche in Kürze überall auf der Insel.: „Auch an den Stränden werden sie auftauchen. Kurtaxe zahlen die sicher nicht.“

Mit dem 9-Euro-Ticket startete 2022 die Punker-Welle auf Sylt. Inzwischen liegt das Deutschlandticket bei 63 Euro „Offensichtlich kein Problem für die Punker“, ärgert sich Karlheinz Busen.

Kreis versuchte, Treffen der Punker zu verhindern

Der Kreis Nordfriesland hatte bis zuletzt vergeblich versucht, das Treffen auf Sylt in diesem Jahr gerichtlich zu verhindern. Doch das Oberverwaltungsgericht in Schleswig wies die Beschwerde vom Kreis Nordfriesland zurück.