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Teheran – Für die Mullahs ist Donald Trump (80) der Staatsfeind Nummer eins. Nun nimmt die iranische Führung erstmals auch die Familie des US-Präsidenten ins Visier. In einem neuen Propagandavideo ruft das Regime Schläfer im Westen dazu auf, Melania Trump zu ermorden – und präsentiert angebliche Insider-Infos zu den Gewohnheiten der First Lady. Doch dabei bleibt es nicht: Der Clip endet mit einer Drohung an ein weiteres Mitglied der Trump-Familie. Unterlegt mit dramatischer Musik, eindringlicher Erzählerstimme und professionell inszeniertem Spannungsbogen wird im Video die „größte Schwäche“ von Melania Trump adressiert: ihre „Leidenschaft für Mode“. Knapp zweieinhalb Minuten beschäftigt sich das Video mit der Frage, an welchen Orten Trump angegriffen werden könnte – durch „Operationen“ von sogenannten „globalen Freiheitskämpfern“, wie das Regime seine Schläferzellen im Ausland nennt.

Gezeigt werden KI-generierte Aufnahmen der First Lady in Fahrzeugkolonnen sowie bei Shopping-Aufenthalten in New York. Die Macher des Videos wollen zudem herausgefunden haben, wie Außenstehende einen bevorstehenden Besuch von Melania Trump erkennen können. Denn dafür würden im Umfeld ihrer (im Video namentlich genannten) Lieblings-Modegeschäfte die Mülltonnen abgebaut sowie die Gullydeckel abgeriegelt.

Absoluter Tiefpunkt: Gegen Ende des Clips erklärt eine Stimme, wie sich Melanias Kleidung vergiftet werden könnte, wenn die First Lady das nächste Mal bei „Dior“ oder „Dolce & Gabbana“ online bestelle: „Um Kleidung zu kontaminieren, kann man den Nervenkampfstoff VX verwenden, eine ölige, geruchlose und geschmacklose Flüssigkeit, die durch Hautkontakt in den Körper gelangt und das Opfer nach 2 bis 18 Stunden tötet“, so die „Empfehlung“.

Gegen Ende richten sich die Mullahs dann sogar an Trumps Sohn Barron (20): „Das ist erst der Anfang. Barron Trump: Warte auf uns.“ Wie ernst die Drohungen gegen Trump zu nehmen sind, zeigte sich zuletzt beim Besuch des US-Präsidenten beim Nato-Gipfel in Ankara. Wegen einer glaubwürdigen Bedrohung aus dem Iran musste Trump für den Rückflug die Maschine wechseln – und in die sicherere ältere Air Force One umsteigen.