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Magdeburg – Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen: Porsche zieht einem deutschen Autozulieferer bis zum 30. September 2026 sämtliche Aufträge ab. Daher kündigte das Unternehmen jetzt an, zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Eine Schocknachricht für mindestens 140 Mitarbeiter!

Mit der Weber Magdeburg GmbH gerät der nächste Autozulieferer in Sachsen-Anhalt in finanzielle Schwierigkeiten. In den vergangenen Monaten waren bereits die Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH (BKD) in Gardelegen sowie die Bohai Automotive und die Schlote Gruppe in die Insolvenz gerutscht.

Warum das Unternehmen die Aufträge verliert

Weber fertigt u. a. Zylinderköpfe für den Auto-Hersteller Porsche. Doch nun hat ein neuer Zulieferer aus Thüringen die Aufträge an Land gezogen. „Das Perfide dabei ist, der Geschäftsführer dort ist ein ehemaliger Werksleiter von Weber“, sagt André Voß von der Gewerkschaft IG Metall Magdeburg zu BILD.

Ursprünglich sei von Porsche in Aussicht gestellt worden, die Zylinderköpfe bis 2032 vom Autozulieferer Weber zu beziehen. Allerdings grätschte das Thüringer Unternehmen dazwischen, das das Produkt offenbar auch günstiger anbietet, da es seine Mitarbeiter nicht tarifgebunden bezahlt.

Wer noch von der Insolvenz betroffen wäre

Einfach so aufgeben wollen die Mitarbeiter des Magdeburger Werks aber nicht. Denn sie haben schon einmal bewiesen, dass sie ums Überleben kämpfen können. Bereits 2004 sollte der Standort geschlossen werden. Damals verhinderten die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall nach einer 52 Tage dauernden Mahnwache vor dem Firmensitz des damaligen Eigentümers Schaeffler das Aus.

„In der kommenden Woche wollen wir mit den IG-Metall-Mitgliedern über Maßnahmen entscheiden. Dabei ist der gemeinsame Kampf der drei betroffenen Werke sehr wichtig“, betont Voß. Für 140 Mitarbeiter in Magdeburg geht es um ihre Jobs. Zudem sind auch die Standorte in Markdorf und Neuenbürg in Baden-Württemberg von der drohenden Insolvenz betroffen.

Das fordert die Gewerkschaft

Das Werk in Magdeburg hat über viele Jahre tarifgebundene Arbeitsplätze in der Region gesichert. „Die Beschäftigten haben über Jahrzehnte hervorragende Arbeit geleistet und ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens erbracht. Jetzt erwarten wir von allen Beteiligten, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die IG Metall wird gemeinsam und solidarisch mit den Beschäftigten um jede Perspektive für den Standort kämpfen“, erklärt André Voß.