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Schmelz (Saarland) – Für den Mord an einer Rentnerin (77) wurde der damals 29-jährige Mario Stegnitz im Jahr 2011 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Diese kann nach 15 Jahren – also demnächst – zur Bewährung ausgesetzt werden. Die letzten Wochen wollte Mario Stegnitz (mittlerweile 44) aber offenbar nicht abwarten. Bei einer sogenannten Ausführung aus dem Gefängnis rannte er seinen Wächtern davon. Seitdem ist der Mörder auf der Flucht.

„Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und warnt zugleich vor einer direkten Kontaktaufnahme mit der Person“, teilte Polizeisprecher Jens Dewes am Mittwochabend mit. Warum Stegnitz im Knast saß, wollte Dewes auch auf mehrfache Nachfrage nicht sagen. BILD blätterte aber in alten Gerichtsakten. Und wurde fündig …

2010 waren Stegnitz und sein Komplize Clemens L. (damals 29) im Saarland durchs Kellerfenster ins Haus von Anna-Maria A. (†77) eingestiegen. Als die Witwe die Einbrecher erwischte, erdrosselten sie die Frau brutal mit einem lila Pullover. Die Täter wurden ein Jahr später wegen Mordes zu jeweils lebenslanger Haft verurteilt.

Mörder entkommt bei genehmigter Ausführung

Stegnitz saß in Saarbrücken im Gefängnis. Bis jetzt: Offenbar in Vorbereitung auf seine vorzeitige Haftentlassung wurde der verurteilte Mörder – von Justizbeamten bewacht – nach Schmelz (Saarland) gebracht. Dort passten die Beamten offenbar nicht richtig auf den gefährlichen Killer auf. Wie genau er weglaufen konnte? Unklar! Polizeisprecher Dewes teilte lediglich mit: „Am heutigen Tag entwich Herr Stegnitz gegen 15 Uhr im Rahmen einer genehmigten Ausführung in Schmelz.“

Jetzt sollen Zeugen helfen, den Mörder wieder einzufangen. Dewes: „Eine direkte Kontaktaufnahme zu der Person ist auf jeden Fall zu unterlassen. Zudem weist die Polizei darauf hin, keine Anhalter mitzunehmen.“

So wird der Mörder beschrieben

Mario Stegnitz ist 1,92 Meter groß, schlank. Er hat schwarze Haare. Wie früher trägt er noch immer einen schwarzen Oberlippenbart. Seine Augen sind braun, er hat eine Narbe am rechten Oberschenkel und eine Tätowierung am linken Unterarm.

Als er entkam, trug Stegnitz ein cremefarbenes T-Shirt, eine lange hellblaue Jeans und weiße Nike-Turnschuhe. Wer ihn sieht, wird gebeten, sofort die Polizei anzurufen: 0681/9321 233.