Politiker von CDU und SPD setzen sich in Stichwahlen um Landratsposten gegen AfD-Kandidaten durch
In der Stichwahl um das Landratsamt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat sich SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt durchgesetzt. Reinhardt erhielt laut vorläufigem Endergebnis 60,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. AfD-Kandidat Arndt kam auf 39,4 Prozent. Für Reinhardt ist es die dritte Amtszeit. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 46 Prozent.
Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Die AfD war in Brandenburg bisher nur bei der Bürgermeisterwahl in Zehdenick erfolgreich, wo René Stadtkewitz im Mai gewählt wurde.
Reinhardt lag beim ersten Wahldurchgang vorn
Beim ersten Durchgang am 7. Juni hatte Reinhardt 34,7 Prozent der Stimmen erhalten, Arndt kam auf 30,3 Prozent. Der parteilose Einzelbewerber Thomas Kresse erzielte 23,9 Prozent, Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin 11,1 Prozent.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hatte zum Boykott der Stichwahl aufgerufen und lehnt beide Kandidaten ab. Der Kreisverband empfahl, nicht zur Wahl zu gehen oder beide Bewerber auf dem Wahlzettel zu streichen – dann wäre die Stimme ungültig.
CDU-Politiker gewinnt im Saalekreis
Auch im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) hat der Kandidat der AfD die Stichwahl um das Amt des Landrats verloren. Dort setzte sich CDU-Politiker Sven Czekalla durch. Laut vorläufigem Ergebnis wählten ihn 54,34 Prozent zum Nachfolger des amtierenden parteilosen Landrats Hartmut Handschak. Czekalla soll sein Amt zum 1. November antreten.
AfD-Politiker Arendt angetreten den Angaben nach 45,66 Prozent der Stimmen. Bei der ersten Wahl am 7. Juni erhielt keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit, um im ersten Anlauf zum neuen Landrat gewählt zu werden. AfD-Politiker Arendt bekam damals mit 43,26 Prozent die meisten Stimmen, dahinter lag CDU-Politiker Czekalla mit 36,63 Prozent. Die Linken-Politikerin Kerstin Eisenreich bekam 13,17 Prozent. Der parteilose Lars Zaruba verzeichnete 6,94 Prozent.
Insgesamt waren nach Angaben des Landkreises 153.115 Bürgerinnen und Bürger zur Stichwahl berechtigt, 44,9 Prozent von ihnen gaben ihre Stimme ab. Anfang Juni lag die Wahlbeteiligung bei 49,3 Prozent. Der Kreis hat derzeit insgesamt rund 182.500 Einwohner.