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Thessaloniki (Griechenland) – Ein Passagier wurde fast aus der Ryanair-Maschine gesogen. Dutzende Menschen litten Todesängste, als kurz nach dem Start das Fenster einer Ryanair-Maschine platzte. Jetzt kursieren im Internet Aufnahmen, die die Ursache des Unglücks zeigen könnten.

In dem Handyvideo ist ein großes Loch in der Verkleidung des rechten Triebwerks der Boeing 737 zu erkennen. Direkt unterhalb des zerschmetterten Fensters. Auch mehrere Turbinenschaufeln sind beschädigt. Auf den Aufnahmen ist zu erkennen, dass eine ganz zu fehlen scheint. Ob Triebwerksteile das Fenster zerstörten, ist bislang aber noch von keiner offiziellen Stelle bestätigt. Ryanair machte zunächst keine Angaben zur Ursache des Zwischenfalls.

US-Behörde bestätigt Triebwerksproblem

Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB teilte mit, sie sei darüber informiert worden, dass die Boeing 737 wegen eines Problems am rechten Triebwerk und eines Druckabfalls in der Kabine umkehrte. Was genau zu den Schäden an dem Billigflieger führte und ob beide Ereignisse zusammenhängen, muss die laufende Untersuchung klären.

Nach Angaben der NTSB wird die Untersuchung von der Flugunfallbehörde der Republik Nordmazedonien geleitet, weil sich der Zwischenfall nach den bisherigen Erkenntnissen im Luftraum des Landes ereignete. Die Amerikaner schickten zur Unterstützung einen Ermittler.

Kurz nach dem Start knallte es

Der beängstigende Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start des Flugs FR1879 von Thessaloniki nach Memmingen (Bayern). Nach Angaben von Passagieren war zunächst ein lauter Knall zu hören, kurz darauf lösten sich die Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke. Die Kabine verlor Druck.

Ein 61 Jahre alter Serbe, der am Fenster saß, wurde nach Berichten von Mitreisenden mit Kopf und Schultern nach außen gezogen. Seine Ehefrau und andere Passagiere hielten den Mann fest und zogen ihn zurück in die Kabine. Nach Angaben einer griechischen Klinik erlitt er Verletzungen an Hals und Schulter sowie Schürfwunden.

Der Pilot brach den Flug ab und kehrte nach Thessaloniki zurück. Rund eine Stunde nach dem Start landete die Maschine sicher wieder am Ausgangsflughafen. Eine Ersatzmaschine von Ryanair brachte die Passagiere später nach Memmingen.