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Miami (Florida) – Die letzten vier Jahre hat Courtney Clenney (30) ihre Luxuswohnung gegen eine Gefängniszelle eintauschen müssen. Der Grund: In eben jenem Appartement im 22. Stock über den Dächern von Miami soll das OnlyFans-Model seinen Freund totgestochen haben. Dafür drohte der Erotikdarstellerin lebenslange Haft. Aber offenbar wird Clenney ihr Lebensende doch in Freiheit verbringen können.

Wie TMZ und das „People“-Magazin berichten, ist die Amerikanerin einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingegangen. Das hat die Verteidigung bereits bestätigt. Nähere Informationen wird es erst am 10. August geben – dem Tag, an dem der Prozess eigentlich hätte beginnen sollen. Voraussichtlich wird es bei der ersten Anhörung bleiben und dabei direkt das ausgehandelte Strafmaß verkündet. Den Berichten zufolge liegt es unter der Höchststrafe von lebenslanger Haft.

Der Deal kann als Erfolg der Verteidigung gewertet werden. Und das obwohl die Anklage starke Beweismittel gesammelt hatte. Etwa ein Fahrstuhl-Video, bei dem Clenney auf ihren Partner Christian Obumseli (†27) losging. Außerdem zahlreiche Schocknachrichten des späteren Opfers, das nur einen Monat vor seinem Tod schrieb: „Wird meine Liebe zu dir mich umbringen?“ Über einen mutmaßlich früheren Messerangriff hieß es: „Was könnte beim nächsten Mal passieren?“

Model will das Messer geworfen haben

Das nächste Mal war offenbar der 3. April 2022. An jenem Tag rammte Clenney ihrem Partner laut Anklage ein Messer knapp acht Zentimeter in die Brust. Dabei wurde eine Arterie zerfetzt, der 27-Jährige verblutete. Dafür sollte das Erotik-Model – nach dessen Schilderung das Messer angeblich aus etwa drei Metern Entfernung geworfen worden sein soll – wegen Mordes zweiten Grades einfahren.

Doch die Verteidigung zeichnete das Bild einer missbräuchlichen Beziehung, bei der Obumseli seine Freundin mehrfach gewürgt haben soll. Am Tattag habe sie in Notwehr gehandelt. Ein Nachbar soll ausgesagt haben, dass Obumseli Clenney kurz vor dem Stich auf dem Balkon angegriffen haben soll. Die Familie des Getöteten bestreitet alle Vorwürfe.