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Das war’s. Berlin ist raus aus Olympia! Nach einer Krisensitzung am Mittwochnachmittag will sich Berlin nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg aus dem Kampf um das deutsche Bewerber-Ticket für die Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 zurückziehen.

Bei der Abstimmung der Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag in Baden-Baden treten somit nur noch München und KölnRheinRuhr an.

Widerstände zu groß

Berlin strahlt international, viele unterstützten die Bewerbung. Doch die Widerstände in der Stadt waren am Ende zu groß. Nach dem Wahlsieg der Linken und der schwachen Bewertung einer Expertenkommission, die Berlin mit 74,6 von 100 Punkten deutlich hinter den Mitbewerbern München (87 Punkte) und KölnRheinRuhr (85) sah, blieb nur noch der Rückzug.

Das Urteil der DOSB-Kommission hätte dabei allein vermutlich nicht den Ausschlag gegeben. Deutlich mehr ins Gewicht fielen aber die Worte von Elif Eralp (45). Die Spitzenkandidatin der Linken in der Hauptstadt erklärte die Olympia-Bewerbung kurz nach ihrem Wahlsieg für „erledigt“.

Eine Aussage, die schon vor dem Rückzug für wütende Reaktionen sorgte! Handball-Boss Bob Hanning (58), Geschäftsführer der Füchse Berlin, platzte der Kragen.

Er attackierte Olympiagegnerin Eralp direkt, betonte: „Ein solches Statement zu machen, ist einfach unterirdisch. Wenn du sagst, du willst eine Gesellschaft vereinen und ein Kuratorium aus Berlins Mitte dich um ein Gespräch bittet und du den Menschen, die sich für Olympia eingesetzt haben, so einen Schlag ins Gesicht entgegenspielst, dann ist das undemokratisch. Und unseriös. Und durch nichts zu rechtfertigen.“

Auch Berlins Olympia-Boss Niroomand hatte die Linken-Politikerin zuvor stark kritisiert. „Sie hat damit einen großen Schaden angerichtet. Ich finde das unverantwortlich. Sie hat in 45 Sekunden fast unsere Arbeit aus anderthalb Jahren zunichtegemacht“, sagte er am Dienstagabend in der rbb-Abendschau.

Olympia-Entscheidung am Samstag

Statt eines Dreikampfes gibt es am Samstag in Baden-Baden nur noch ein Duell zwischen München und KölnRheinRuhr. Wer die Wahl gewinnt, hat dabei noch lange keine Olympischen Spiele. Er hat nur das deutsche Bewerber-Ticket gelöst.

Die Konkurrenz wird stark. Katar. Indien. Vielleicht Madrid. Sie wollen gegen Deutschland antreten. Und haben zumindest aus Sicht von Hanning einen Vorteil. Ohne Berlin sind „die Chancen natürlich für ganz Deutschland, die Spiele zu bekommen, gesunken“, ist er überzeugt.