Berlin macht Schluss mit Olympia! Und lässt damit auch den Traum von Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 in vielen Teilen des Ostens platzen.
Als Teil der Bewerbung „Berlin-Plus“ gehörten auch Städte wie Leipzig, Brandenburg an der Havel, Dresden, Magdeburg oder Cottbus mit Wettkampfstätten zum Konzept. Das spielt nach dem Rückzug der Hauptstadt vom Bewerbungsrennen keine Rolle mehr. Wer für Deutschland ins internationale Rennen um Olympia geht, wird am Samstag in Baden-Baden zwischen München und KölnRheinRuhr entschieden.
Olympia-Chance lebt weiter
Allerdings: Ein Fünkchen Hoffnung auf Olympia im Osten gibt es trotzdem noch – wenn der Westen bei der Abstimmung der Delegierten des DOSB den Zuschlag erhält!
Denn nicht nur in der Berliner Bewerbung, sondern auch im Konzept von KölnRheinRuhr sind der Kanupark in Markkleeberg und das Segelrevier in Rostock-Warnemünde als Wettkampfstätten vorgesehen.
„Für Berlin ist es eine riesige, verpasste Chance. Jetzt werden wir aber dafür werben, dass man sich für Nordrhein-Westfalen entscheidet. Denn das ist eine Bewerbung, die ganz Deutschland verbindet“, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51/CDU) zu BILD.
Und ergänzt: „Segeln in Warnemünde und Kanuslalom in Markkleeberg wären schon etwas Schönes – vor allem, wenn man über 2040 und 50 Jahre deutsche Einheit spricht.“
München setzt auf Augsburg und Kiel
Dass sich Kretschmer und der Freistaat Sachsen erst jetzt so deutlich für KölnRheinRuhr stark machen, lag lange auch an der Loyalität zu Berlin. „Sie haben uns zuerst gefragt und wir haben uns mit ihnen auf den Weg gemacht. Aber selbstverständlich haben wir unsere Infrastruktur jedem angeboten, der sich engagiert hat und der das wollte“, begründet Kretschmer.
Abgesehen vom Segelrevier in Kiel setzt Konkurrent München auf eine bayerische Bewerbung. Wie bei den Sommerspielen 1972 würde Kanuslalom in Augsburg stattfinden.