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Madrid – Wer in Spanien künftig auf der Café-Terrasse, am Strand oder im Park zur Zigarette greift, könnte bald Probleme bekommen. Die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Dienstag einen Gesetzentwurf beschlossen, der das Rauchen in zahlreichen öffentlichen Außenbereichen verbieten soll.

Betroffen wären nicht nur klassische Zigaretten, sondern auch E-Zigaretten und Vapes. Das Rauchverbot soll unter anderem auf Restaurant- und Hotelterrassen, an Bushaltestellen, auf Bahnsteigen, Universitätsgeländen, Sportanlagen, in Schwimmbädern sowie an Stränden gelten.

Gesundheitsministerin Mónica García (52) begründete den Vorstoß mit dem Schutz der Bevölkerung. „Das Ziel ist einfach: Saubere Luft soll in gemeinsam genutzten Räumen zur Norm werden“, sagte sie. Schwangere und Asthmatiker sollten Restaurantterrassen nutzen können, ohne dem Rauch anderer Gäste ausgesetzt zu sein.

Noch ist das Verbot nicht beschlossen

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, den Tabakkonsum für Minderjährige weiter einzuschränken und Werbung für Tabakprodukte sowie E-Zigaretten vollständig zu verbieten.

Noch ist das Verbot allerdings nicht beschlossen. Das Parlament muss dem Gesetz erst zustimmen. Das könnte schwierig werden, denn die linksgerichtete Minderheitsregierung verfügt dort über keine eigene Mehrheit. Für heftigen Widerstand dürfte der Plan vor allem in der Gastronomie sorgen. Gerade in den Sommermonaten spielt die Außengastronomie in Spanien eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums rauchen rund 26 Prozent der Erwachsenen täglich. Jedes Jahr sterben demnach rund 50.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Bereits seit 2011 gilt in Spanien ein umfassendes Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Bars, Restaurants, Cafés, Diskotheken und Casinos.