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New York – Kaum eine Atempause für New York beim Wetterchaos. Erst am Samstag standen Teile der 8,6-Millionen-Metropole nach Sturzregen unter Wasser. Jetzt drohen am Dienstag sogar Tornados. Im Big Apple wächst erneut die Unwetter-Angst! Wegen der heranziehenden Sturmfront gilt ab 8 Uhr morgens Ortszeit eine Hochwasserwarnung. Für den Ballungsraum in New York, New Jersey und Connecticut werden schwere Gewitter, sintflutartiger Regen, Sturzfluten, Orkanböen, Hagel und einzelne Tornados erwartet. Der nationale Wetterdienst stuft die Gefahr auf Stufe 3 von 5 ein.

Bürgermeister warnt vor neuem Wetterchaos

Bürgermeister Zohran Mamdani (34) aktivierte den Notfallplan für Sturzfluten und rief die Bevölkerung zur Vorbereitung auf. Das Chaos vom Samstag ist noch frisch in Erinnerung: Einen Tag vor dem WM-Finale stand der Nobel-Stadtteil SoHo in Manhattan kniehoch unter Wasser. In Queens mussten Autofahrer auf dem Brooklyn-Queens Expressway aus den Fluten gerettet werden. Gleichzeitig war die Luft wegen des Rauchs kanadischer Waldbrände gesundheitsschädlich.

Meteorologen warnen für Dienstag vor einem besonders gefährlichen Phänomen: Bei sogenannten „Gewitter-Zügen“ ziehen mehrere Unwetterzellen immer wieder über dieselben Gebiete – und lassen die Regenmengen explosionsartig steigen.

Wirbelsturm-Alarm an der Golfküste

Auch an der US-Golfküste wächst die Hochwassergefahr. Dort verstärkt sich ein Tiefdrucksystem, aus dem Tropensturm „Bertha“ entstehen könnte, teilte das National Hurricane Center mit. Zuletzt erreichte das System Windgeschwindigkeiten von rund 56 Kilometern pro Stunde – knapp unter Tropensturm-Stärke. Der Sturm soll fast parallel zur Golfküste nach Westen ziehen. Ein Landgang wird westlich von New Orleans erwartet.

Dazu drohen bis zu 200 Millimeter Regen. Weil die Region bereits in den vergangenen Tagen von Unwettern getroffen wurde und die Böden gesättigt sind, könnten die Überschwemmungen besonders verheerend ausfallen.

Für die Atlantik-Saison bis Ende November erwarten Meteorologen weniger Wirbelstürme als im Durchschnitt. Doch solche Langzeitprognosen erwiesen sich in den vergangenen Jahren immer wieder als unsicher.