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Neue Software-Panne bei Boeing – Navigationsfehler bei 737 MAX entdeckt

· Business

Der von wiederholten Pannen geplagte US-Flugzeugbauer Boeing hat einen Software-Fehler bei der automatischen Landenavigation seines Modells 737 MAX entdeckt. Das Unternehmen bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“. Demnach kann das Problem nach einem Software-Update auftreten, wenn die Besatzung nach einem abgebrochenen Landeanflug die geplante Flugroute ändert.

Boeing teilte mit, man habe alle Betreiber der 737 im vergangenen Monat informiert. Boeing habe auf bestehende Handlungsanweisungen verwiesen, mit denen Piloten solche Situationen bewältigen ‌können. Ingenieure arbeiteten an einer dauerhaften Lösung. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, sie arbeite eng mit Boeing und den Fluggesellschaften zusammen. Bei Sicherheitsbedenken werde man sofortige Maßnahmen ergreifen.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben Southwest Airlines und United Airlines Boeing gebeten, vorerst keine neuen Maschinen mit der betroffenen Software auszuliefern und stattdessen eine frühere ‌Version gefordert. Wie viele Flugzeuge derzeit mit dem fehlerhaften Programm im Einsatz sind, blieb zunächst unklar.

Boeing steht seit Jahren unter strenger Beobachtung von Aufsichtsbehörden. Nach zwei tödlichen Abstürzen von 737-MAX-Maschinen in den Jahren 2018 und 2019, die zu einem weltweiten Flugverbot für den Typ ‌führten, war der Konzern in eine ‌Krise gestürzt. Zuletzt hatte das Herausbrechen eines Rumpfteils während des Fluges bei einer fast neuen Maschine ‌von Alaska Airlines für erneute Sicherheitsbedenken gesorgt.

Vorfall mit Boeing-Maschine in Frankfurt

Am Samstag war ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Toronto mit 371 Passagieren an Bord aus Sicherheitsgründen über Schottland umgekehrt und in Manchester gelandet. Grund war Geruch in der Kabine, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Um eine priorisierte Landung zu erhalten, sei eine Luftnotlage erklärt worden. Da die Boeing 747-400 wegen des mitgeführten Treibstoffs mit erhöhtem Gewicht gelandet sei, habe die Feuerwehr das Flugzeug vorsorglich überprüft. Anschließend hätten die Passagiere die Maschine normal verlassen können.