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Washington – Schock in Washington nach dem jähen Tod des einflussreichen Senators Lindsey Graham. Er wurde 71. Dramatische Fotos zeigen den Republikaner auf einer Bahre, mit einem Schlauch im Mund, beim Abtransport durch Notärzte. Der erste Notruf ging Samstagabend wegen eines „Herzstillstands“ ein.

Mitten in die ersten Schock- und Beileidswellen hinein nannte sein Stab eine vorläufige Todesursache: „Aortendissektion infolge arteriosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung!“ Heißt: Riss der Aorta infolge einer Arterienverkalkung. FBI-Beamte untersuchen dennoch seinen Wohnsitz. Direktor Kash Patel (46) teilte mit, die Bundespolizei arbeite eng mit den örtlichen Ermittlern zusammen. Es gebe vorerst aber „keine Hinweise auf ein Verbrechen“, so US-Medien.

Graham kehrte aus der Ukraine zurück

Der konservative Politiker aus South Carolina und enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump (80) war gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt, wo er Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) traf. Er galt als eiserner Unterstützer Kiews im Krieg gegen die russischen Invasoren. Mit seinem Tod verliere die Ukraine einen „der wichtigsten Fürsprecher für Kiew in Trumps Umfeld“, schreibt die „New York Times“. Der außenpolitische Hardliner war auch ein lautstarker Unterstützer des US-Kriegs gegen den Iran. Er machte sich für Israel und das Nato-Verteidigungsbündnis stark.

Wilde Spekulationen über Nervengift-Attentat

Im Netz kursierten rasch wilde Verschwörungstheorien. Es wird sogar spekuliert, ob eine Vergiftung denkbar sei, nachdem Graham sich zuletzt für strengere Sanktionen gegen Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) starkgemacht hatte. Gegen Moskau gibt es seit Jahren Vorwürfe von Anschlägen mit Nervengift auf politische Kreml-Gegner – etwa auf die Dissidenten Alexei Nawalny (†47) und Wladimir Kara-Mursa (44). Graham hatte bei seiner Ukraine-Visite auch eine Drohnenanlage besucht. Diese soll später bei russischen Luftschlägen zerstört worden sein.

Besonders MAGA-Influencerin und Trump-Vertraute Laura Loomer (33) verlangte rasche Untersuchungen zu einer möglichen ausländischen Beteiligung. Sie verwies darauf, dass auch die iranischen Revolutionsgarden Graham erst vor fünf Tagen explizit mit dem Tod bedroht hätten.

Graham hatte sich immer wieder für einen Sturz der Mullahs und Militärinterventionen starkgemacht. In einer ersten makabren Reaktion feierte Irans Staats-TV seinen Tod regelrecht. Trump hingegen würdigte den außenpolitischen „Falken“ als „amerikanischen Patrioten“. Klar ist: Sein Tod reißt eine Lücke in die republikanische Senatsriege – und in die Weltpolitik.