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Nahost-Konflikt treibt Nachfrage – BASF steigert Ergebnis um 15 Prozent

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Höhere Preise und eine gestiegene Nachfrage infolge des Nahost-Konflikts haben BASF einen kräftigen Ergebnissprung beschert. Der Chemiekonzern ⁠übertraf die Erwartungen im dritten Quartal deutlich und schraubte seine Jahresziele erneut nach ‌oben. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um ​15 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, ‌wie das Ludwigshafener Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ​1,495 Milliarden Euro erwartet.

Der Umsatz kletterte um 14 Prozent auf knapp 16,4 Milliarden Euro. „Ausschlaggebend hierfür war der deutliche Preisanstieg in den Segmenten Chemicals, Materials, Surface Technologies und Industrial Solutions“, erklärte das Unternehmen. Der Iran-Krieg trifft die Konkurrenz in Asien hart, da sie stark von Energielieferungen abhängig ist. Die Nachfrage von Kunden hat sich dadurch zu Unternehmen in Europa verschoben.

Für ​2026 peilt BASF nun ein bereinigtes Ergebnis zwischen 7,4 und 7,8 Milliarden Euro an, nachdem zuvor 6,9 bis 7,7 (Vorjahr: 6,6) Milliarden Euro in Aussicht ​gestellt worden waren.

Neben den Mehreinkünfte infolge der geopolitischen Unsicherheiten trugen auch gesunkene Fixkosten zum Ergebnisplus bei. „Unsere Restrukturierungsbemühungen sind in unserer Gewinn- und Verlustrechnung deutlich sichtbar“, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten laut Redetext. Den Absatz trieb zudem die steigende Produktion am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang an.

Im Fokus der Anleger steht jedoch die geplante Übernahme des Rivalen Evonik, die Ende ⁠September publik wurde. Insidern zufolge hat BASF das Übernahmeangebot zuletzt auf 24 Euro je Aktie aufgestockt, was den Essener Spezialchemiekonzern mit gut elf Milliarden ‌Euro bewertet. Damit will BASF den Evonik-Vorstand an den Verhandlungstisch bringen, nachdem dieser eine erste Offerte abgelehnt hatte. ‌BASF-Chef Markus Kamieth versprach den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2032.

Gleichzeitig treibt das Management ‌den Umbau im eigenen Haus voran. „Wir ⁠machen große ⁠Fortschritte bei der Verschlankung unserer globalen Organisation“, erklärte Finanzchef Dirk Elvermann. In den ‌ersten neun Monaten des Jahres habe BASF ​mehr als doppelt so viele Stellen abgebaut wie im gesamten Jahr 2025. Seit Januar 2024 seien rund 8600 Arbeitsplätze ​weggefallen.

Am kriselnden ​Stammsitz in Ludwigshafen sank die Zahl der Vollzeitstellen zuletzt auf den tiefsten Stand seit 1954. Zudem bereitet der Konzern ⁠die Abspaltung seiner Agrarsparte vor. Der Bereich verzeichnete im abgelaufenen Quartal wegen des schwierigen Marktumfelds in Südamerika deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen. Dennoch solle das Geschäft bis Mitte 2027 bereit für einen ​Börsengang sein, bekräftigte Kamieth.