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Berlin – Jetzt bekommt der schwere Unfall auf der B27 bei Hechingen (Baden-Württemberg) ein juristisches Nachspiel! Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat am Freitag ein Ermittlungsverfahren gegen den Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (51, CDU) eingeleitet. Der Politiker war am 12. Juli in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und wurde dabei selbst schwer verletzt.

In einem Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“ hatte Bareiß gesagt: „Ich hatte einen großen Schutzengel.“ Brisant: Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass der CDU-Politiker zum Zeitpunkt des Unfalls unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels gestanden haben könnte. Nach BILD-Informationen gilt als sicher, dass es sich nicht um ein Apotheken-übliches Medikament handelt.

Die Staatsanwaltschaft teilte BILD mit: „Der Verdacht gründet insbesondere auf dem inzwischen vorliegenden Ergebnis einer Blutanalyse.“ Weiter heißt es, es bestehe der Verdacht, „dass der Beschuldigte den Verkehrsunfall verursacht hat und dabei nicht unter Alkoholeinfluss, jedoch unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels stand“.

Die Behörde ermittelt nun wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung gemäß Paragraf 315c des Strafgesetzbuches sowie der fahrlässigen Körperverletzung (Paragraf 229). Höchststrafe: fünf Jahre Gefängnis. Zuvor war die parlamentarische Immunität des Bundestagsabgeordneten auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben worden.

An den Unfall selbst könne sich der Politiker nicht erinnern, schilderte er in dem Interview. Nur ein Bild sei geblieben: „Ich habe noch das Bild im Hinterkopf, wie ich kopfüber den Feuerwehrmann sehe, der mich aus dem Auto rausgezogen hat.“ Der Crash habe ihn tief erschüttert. „Das Leben kann manchmal schneller vorbei sein, als man es für möglich hält.“